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So durchschnittlich war der Dresdner Herbst selten

Sturm, Regen, etwas zu warm So durchschnittlich war der Dresdner Herbst selten

Wetterextreme gibt es zahlreiche, doch auch ein ganz durchschnittlicher Dresdner Herbst sollte der Erwähnung einmal wert sein. Aus meteorologischer Sicht war die dritte Jahreszeit um 0,8 Grad zu warm. „Und mit 104 Prozent des sonst üblichen Mittelwertes regnete es so viel, wie es eben regnen soll in einem Herbst“, teilte die Stadt mit. Eine Einzelbetrachtung:

Passanten spiegeln sich in einer Pfütze.
 

Quelle: Kahnert/dpa-Zentralbild

Dresden.  Wetterextreme gibt es zahlreiche, doch auch ein ganz durchschnittlicher Dresdner Herbst sollte der Erwähnung einmal wert sein. Aus meteorologischer Sicht war die dritte Jahreszeit um 0,8 Grad zu warm. „Und mit 104 Prozent des sonst üblichen Mittelwertes regnete es so viel, wie es eben regnen soll in einem Herbst“, teilte die Stadt mit. Eine Einzelbetrachtung:

Der September

Den schönen Altweibersommer werden viele Dresdner in diesem Jahr vermisst haben. Stattdessen wartete der September mit wechselhaftem und kühlem Wetter und dem ersten Sturmtief namens „Sebastian“ auf. Nur sieben Tage lag das Thermometer dabei über der 20-Grad-Marke – im Schnitt sind es üblicherweise 20 Tage. Außerdem war es im September zu trocken, nur 60 Prozent des üblichen Niederschlags wurden gemessen.

Der Oktober

Dafür bot der Oktober „meteorologische Spitzenleistungen“. Den Anfang machte Sturmtief „Xavier“ am 4. Oktober, danach folgte eine Periode wirklich schönen, sonnigen Herbstwetters. Um den 18. Oktober herum waren auch in Dresden eine ungewöhnlich rote Sonne und milchig eingetrübter Himmel zu bemerken. „Ursache hierfür war ein umfangreicher Tiefdruckkomplex über dem Ostatlantik. Dieser sorgte für den Transport von Saharastaub weit nach Norden, sogar bis nach England. Hinzu kam außerdem noch der Rauch durch die zahlreichen Waldbrände in Portugal“, erklärt Klimaexpertin Franziska Reinfried vom Umweltamt. Der Südströmung verdankten wir noch einmal Temperaturen über 20 Grad Celsius.

Dann jedoch erreichte Sturmtief „Herwart“ Dresden und sorgte für zahlreiche Schäden, vor allem durch umgestürzte Bäume. Im Stadtgebiet wurden etwa 50 Straßenbäume beschädigt, in der Dresdner Heide noch viel mehr. Die Dresdner Spitzengeschwindigkeit wurde in Klotzsche gemessen: 106 Kilometer pro Stunde. Zum Vergleich: Auf dem Fichtelberg wehte „Herwart“ mit 176 Kilometer pro Stunde. Ungewöhnlich nass war der Oktober auch: 160 Prozent des üblichen Mittelwerts gingen nieder, 19 Niederschlagstage zählen die Wetterfrösche.

Der November

Der November war der durchschnittlichste aller drei Herbstmonate: Der Niederschlag lag bei 99,4 Prozent, die Lufttemperatur 1,2 Grad über dem langjährigen Mittelwert.

Das Jahr 2017

„Die Entwicklung der herbstlichen Niederschlagsmengen seit 1961 zeigt bisher keinen Trend. Bis Ende der 1990er Jahre galt dies auch für die herbstlichen Temperaturen. Seither steigen sie zunehmend, insbesondere im Monat November“, so Reinfried. Auf das ganze Jahr betrachtet fügt sich der Herbst in die übrigen Monatsmittelwerte ein, die in Dresden alle temperaturmäßig leicht über dem langjährigen Mittel lagen. „Es lässt sich also mit einiger Sicherheit sagen, dass 2017 zwar kein Wärmerekordjahr wird, sich aber in den anhaltenden Erwärmungstrend einfügt“, so die Bilanz.

Von fs

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