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Lokales Simmel will den Busbahnhof bauen
Dresden Lokales Simmel will den Busbahnhof bauen
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07:43 19.10.2017
Bisher halten die Busse auf der Bayrischen Straße.  Quelle: Anja Schneider
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Dresden

 Der Lebensmittelhändler Peter Simmel, der bereits das Hochhaus am Albertplatz saniert und dort einen Lebensmittelmarkt errichtet hat, will den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Hauptbahnhof bauen. Das teilte Steffen Szuggat, Leiter des Stadtplanungsamtes, dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau mit. Simmel wird unweit des künftigen Busbahnhofs einen Gebäudekomplex mit Lebensmittelmarkt, Büroflächen und Wohnungen errichten. Das Werkstattverfahren für die Architektur ist abgeschlossen. Nun hat der Unternehmer Interesse bekundet, auch den Busbahnhof zu errichten und zu betreiben. Er will dafür die Gebühren verwenden, die die Busunternehmen für Abfahrten und Ankünfte zahlen.

Simmel ist allerdings nicht der einzige private Investor, der ein Auge auf den Busbahnhof geworfen hat. Auch Betreiber von Busbahnhöfen in anderen Großstädten hätten unverbindliche Absichtserklärungen abgegeben. Bei der Immobilienmesse Expo Real vor wenigen Wochen sei das Vorhaben vorgestellt worden, das habe zu einem erheblichen Interesse geführt, erklärte der Amtsleiter. Die Stadt sei bisher davon ausgegangen, den ZOB durch ein städtisches Amt, einen Eigenbetrieb oder ein Tochterunternehmen betreiben zu lassen. Es seien unter anderem Gespräche mit der Stadtentwicklungsgesellschaft Stesad geführt worden, die Interesse angemeldet hatte.

Das Stadtplanungsamt habe auch erste Studien zu einer Überbauung des Busbahnhofs in Auftrag gegeben, so Szuggat. So könnten nicht nur Haltestellen und Dächer entstehen, sondern ein Gebäude in das Ensemble integriert werden. Eine Wohnnutzung sei aus Lärmschutzgründen schwer vorstellbar, erklärte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen). Aber ein Hotel oder Büroflächen seien durchaus in dem Gebäude möglich.

Beim geplanten Fahrradparkhaus winken private Investoren indes ab. Sie sehen laut Szuggat keine Möglichkeiten für einen wirtschaftlichen Betrieb. Am 26. September seien 382 abgestellte Fahrräder am Hauptbahnhof gezählt worden, in dieser Größenordnung müssten Plätze in dem Parkhaus entstehen.

Am Dresdner Hauptbahnhof soll ein Fahrradparkhaus entstehen. Wie es aussehen könnte, darüber haben sich Dresdner Studenten viele Gedanken gemacht. Ihre Ideen sind jetzt im WTC ausgestellt.

Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, einen Bebauungsplan für ZOB und Fahrradparkhaus aufzustellen. Die CDU begrüßte den Beschluss. „Wir wollen, dass der ZOB schnell kommt“, erklärte Baupolitiker Gunter Thiele.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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