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Lokales Silvester in Dresden heißt auch "Prosit dicke Luft!"
Dresden Lokales Silvester in Dresden heißt auch "Prosit dicke Luft!"
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14:00 27.02.2017
Dramatischer Ausschlag in den Stunden um den Jahreswechsel.  Quelle: Stadtverwaltung
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Dresden

 „3 – 2- 1- Asthma!“, könnte es heißen, wenn am 31. Dezember um 24 Uhr das Jahr wechselt. Zwischen 23 Uhr und 3 Uhr schnellen die Feinstaubwerte explosionsartig in die Höhe, wie ein Messdiagramm des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zeigt. Die Linke-Stadträtin Cornelia Eichner wollte wissen, wie sich das Silvesterfeuerwerk der vielen Dresdnerinnen und Dresdner auf die Schadstoffbelastung auswirkt, die Antwort von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ist eindeutig, aber wenig überraschend: Feuerwerk macht schlechte Luft.

Sehr schlechte Luft sogar. Der Tagesmittelwert für Feinstaub liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter, dieser Grenzwert wurde am 1. Januar dieses Jahres an allen drei Dresdner Messstationen mehr als deutlich überschritten. 72 meldete die Bergstraße, 94 Dresden Nord sowie 78 die Winckelmannstraße (Südvorstadt). Richtig heftig knallen die maximalen Stundenmittelwerte ins Kontor. 343 an der Bergstraße, 495 in Nord und 370 an der Winckelmannstraße wurden am 1. Januar 2017 als höchste Stundenbelastungen gemessen.

Dramatischer Ausschlag bei den Feinstaubwerten in den Stunden um den Jahreswechsel. Quelle: Stadtverwaltung

Das sind gewaltige Überschreitungen, aber deutschlandweit liegt Dresden damit noch im Mittelfeld. Spitzenreiter ist die Landshuter Allee in München, auf der ein maximaler Stundenmittelwert von 1346 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen wurde. Der Tagesmittelwert an dieser Messstation in der bayrischen Metropole lag mit 564 noch über den Dresdner Tageshöchstwerten.

Die Dresdner Messstationen sortieren sich im Deutschlandvergleich auf den Rängen 33, 48 und 56 ein. Das exzessive Feuerwerk zum Jahreswechsel sorgt für einen schlechten ins neue Jahr: Nur an 35 Tagen im Jahr darf der Feinstaub-Grenzwert überschritten werden, der erste Tag des neuen Jahres ist so auch gleich der erste Fehltritt.

Feinstaub schadet der Gesundheit und kann asthmatische Beschwerden, Allergiesymptome, Entzündungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden auslösen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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