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Siemens liefert nächsten Riesentrafo aus

Moderner Gigant verlässt Dresden Siemens liefert nächsten Riesentrafo aus

Für den riesigen Offshore-Windpark Beatrice an der Nordostküste Schottlands ist es ein verhältnismäßig kleines, aber hoch effektives Bauteil: ein 320 Tonnen schwerer Transformator, gefertigt vom Siemens-Transformatorenwerk in Dresden.

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Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Für den riesigen Offshore-Windpark Beatrice an der Nordostküste Schottlands ist es ein verhältnismäßig kleines, aber hoch effektives Bauteil: ein 320 Tonnen schwerer Transformator, gefertigt vom Siemens-Transformatorenwerk in Dresden. Gestern Abend ging der Koloss vom Alberthafen aus auf seine Seereise, zunächst per Binnengewässer nach Rotterdam, um dann von dort aus weiter zum Windpark zu gelangen.

Normalerweise ist die Auslieferung solcher Riesentransformatoren für Siemens in Dresden nichts neues, bisher wurden schon 21 Transformatoren für Umspannstationen auf Übersee gefertigt. „Doch das besondere an diesem Transport ist nicht die Größe, sondern die neue Technik“, sagte Elke Fuchs von der Siemens AG. Siemens in Dresden entwickelte und konzipierte die neue Transformatorengeneration selbst, die speziell an das Konzept moderner Offshoreanlagen angepasst wurden.

So seien die neuen Anlagen rund ein Drittel leichter und kleiner als konventionelle Wechselstromumspannstationen, auf unnötige Technik sowie diverse optionale Hilfssysteme wurde verzichtet. Zudem ist die neue Transformatorengeneration weniger anfällig für Korrosion und die Module besitzen eine größere Belastbarkeit. Erstmals wird auch synthetischer Esther als Isoliermittel eingesetzt, was das Brandrisiko und somit auch die Kosten für den Brandschutz erheblich senkt. Auch der Wartungsaufwand soll bei den neuen Modulen geringer sein.

Nötig geworden war die Weiterentwicklung der Transformatoren, da im Offshorepark Beatrice erstmals neuartige Umspannstationen zum Einsatz kommen. Die Module aus Dresden sind für die Stromanbindung des Windparks ans Festland vorgesehen und sollen laut Siemens die Kosten für die erzeugte Energie nachhaltig senken. Für dieses Projekt stellte der Transformatorenbetrieb bislang drei Trafos her, von denen sich nun der Erste auf dem Weg zum Windpark befindet.

Nachdem der Transformator bereits am Dienstagvormittag in seine Einzelteile zerlegt und auf ein Transportgewicht von 186 Tonnen gebracht wurde, setzte sich gegen 23 Uhr der Schwerlasttransport zum Alberthafen in Gang. Die angetretene Binnenschifffahrt nach Rotterdam soll nun etwa zehn Tage dauern, dort wird der Transformator dann an den Käufer übergeben.

Von Sebastian Burkhardt

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