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Lokales Sieben Prozent mehr für das Personal des Verkehrsmuseums
Dresden Lokales Sieben Prozent mehr für das Personal des Verkehrsmuseums
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15:00 09.06.2018
Blick in die Ausstellung " Die Deutschen und ihre Autos" im Verkehrsmuseum Dresden. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Frohe Kunde für die 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkehrsmuseums: Sie erhalten eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen. Die Stadträte stimmten einem interfraktionellen Antrag von Linken und SPD zu, den städtischen Zuschuss für das Museum von aktuell 2,5 Millionen Euro pro Jahr um 100 000 Euro zu erhöhen.

Museums-Direktor Joachim Breuninger hatte im Vorfeld zugesichert, das Geld vollständig an sein Personal weiterzureichen. Sieben Prozent mehr Gehalt klingt viel, ist es aber nicht. 2006 wurde das Verkehrsmuseum in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt. Diese ist nicht an Tarife gebunden. Die Stadt zahlte seitdem 2,5 Millionen Euro Zuschuss zum laufenden Betrieb. Das reichte nicht, um die Gehälter zu erhöhen.

„Wir wollen, dass innerhalb der Museen Gerechtigkeit hergestellt wird“

Während im Verbund Städtische Museen Tarif gezahlt wird und die Gehälter seit 2005 um 25 Prozent gestiegen sind, gab es im Verkehrsmuseum keine Anpassungen für das festangestellte Personal. Nur die Aufsichtskräfte erhalten mehr Geld, seit der Tariflohn eingeführt wurde.

„Es wird dringend Zeit, dass wir die Gehälter anpassen“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzende Dana Frohwieser. „Es wurde nicht bedacht, dass der jährliche Zuschuss zu sittenwidrigen Gehältern führt“, sagte Linke-Stadträtin Anja Apel. „Es besteht auch nach der Anhebung um sieben Prozent noch ein enormer Abstand im Vergleich zum Personal der anderen städtischen Museen.“

Weil dem so ist, hat die CDU-Fraktion einen weiterführenden Antrag gestellt: Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) soll ermitteln, wie hoch der zusätzliche Finanzbedarf für das Museum ist. „Wir wollen, dass innerhalb der Museen Gerechtigkeit hergestellt wird“, erklärte CDU-Politikerin Christa Müller. Deshalb solle die Verwaltung Zahlen vorlegen, die dann bei der Aufstellung des Haushalts für die Jahre 2019/2020 berücksichtigt werden könnten.

Schließlich, so Grünen-Stadträtin Kati Bischoffberger, gebe es auch Investitionen, die das Museum stemmen müsse. So sei eine Modernisierung der Eisenbahnausstellung für 300.000 Euro ins Auge gefasst. Das Verkehrsmuseum hoffe auf Unterstützung von der Stadt. Dem Direktor sei es bisher immer gelungen, mit fachlich fundierten Ausstellungen und hervorragenden Konzepten Kostensteigerungen durch höhere Umsatzerlöse – sprich mehr Besucher – auszugleichen. „Jetzt ist es an der Stadt, dem Museum unter die Arme zu greifen.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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