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Lokales Sicherheit ist ihr Geschäft - In 25 Jahren entwickelte sich das Unternehmen DWSI zum Marktführer in Sachsen
Dresden Lokales Sicherheit ist ihr Geschäft - In 25 Jahren entwickelte sich das Unternehmen DWSI zum Marktführer in Sachsen
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20:52 09.09.2015

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Hier landet das Geld, das DWSI-Mitarbeiter täglich von Vertragspartnern wie Handelseinrichtungen und Geldinstituten abholen. Hier wird es gezählt, sortiert und abgepackt. Natürlich nicht von Hand, sondern maschinell.

"Bis 2003 wurden die Säckchen mit Münzen noch zugenäht und gingen so zur Bundesbank", so Ruch. Seit 2004 rollt die Maschine eine bestimmte Anzahl Münzen in Papier. Diese wiederum werden in spezielle Container gepackt und dann mit einem gepanzerten Transporter zur Bundesbank nach Leipzig bzw. Chemnitz gefahren. "Ein solcher Container mit Münzen wiegt zwischen 680 und 750 Kilogramm", erfahren wir weiter.

Alle Vorgänge beim Geldauspacken, Zählen, Sortieren und Einpacken werden überwacht und aufgezeichnet. "Wir bewegen täglich rund drei Tonnen Münzen", lässt sich Ruch eine weitere Zahl entlocken. Hinzu kommt eine Menge Geld in Scheinen. Welche Werte die DWSI-Zentrale insgesamt täglich durchlaufen, bevor sie am Ziel - der Bundesbank - ankommen, da will man sich lieber nicht in die Karten schauen lassen. Schließlich ist das Geschäft der DWSI GmbH die Sicherheit. Und das seit 25 Jahren.

Am 1. Juli 1990 wurde die Firma mit 20 Mitarbeitern gegründet, blickt Ingo Hartmann zurück. Der DWSI-Geschäftsführer, der zu DDR-Zeiten an der Offiziershochschule in Löbau studiert hat, ist selbst seit über 24 Jahren bei der DWSI GmbH. Die wurde 2008 von den ursprünglichen Anteilseignern verkauft und gehört seitdem mit fünf weiteren eigenständigen Firmen zur DNZ Holding.

In den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten entwickelte sich DWSI zu einem sachsenweit agierenden mittelständischen Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern in Dresden und den Niederlassungen in Löbau, Neustadt, Kamenz, Großenhain, Leipzig und Marienberg. "Heute sind wir Marktführer in Sachsen", so Hartmann. Geschafft habe man das durch eine breite Angebotspalette an Dienstleistungen und Investitionen in moderne Technik.

"Einer unserer ersten Jobs vor 25 Jahren war die Überwachung der Baumaßnahmen für das Büro von Kurt Biedenkopf an der damaligen Holländischen Straße." Dort nutzte die DWSI zunächst ebenfalls Büros. Als der Landtag einzog, mietete sich das Dresdner Wach- und Sicherungsinstitut in das ehemalige Verwaltungsgebäude der Flugzeugwerft ein, wo noch heute der Firmensitz ist. Zudem befindet sich dort die rund um die Uhr besetzte Notruf- und Serviceleitstelle, wo 10 000 Alarmanlagen aus ganz Sachsen aufgeschaltet sind und Interventionskräfte vor Ort geschickt werden können.

DWSI-Mitarbeiter bewachen nicht nur die Kunstschätze in Dresden, sondern nehmen in vielen Museen zum Beispiel vielfältige Serviceaufgaben wahr, sind für das Besuchermanagement verantwortlich. Sie werden im Rezeptions- und Empfangsdienst eingesetzt, von Firmen für den Objekt- und Werkschutz engagiert, arbeiten als Kaufhausdetektive und so genannte Shopguards, bestücken Geldautomaten. Sachsenweit habe DWSI mehr als 4000 Auftraggeber und sei in über 5000 Objekten eingesetzt.

Seit 2002 gibt es eine Kooperationspartnerschaft mit der Sächsischen Polizei. "Mit den zurückgehenden Strukturen der Polizei gingen Aufgaben an private Sicherheitsdienste", erklärt Hartmann. Im Auftrag von Wohnungsgesellschaften laufen DWSI-Mitarbeiter in Wohngebieten Streife, sichern Großveranstaltungen wie Semperopernball, Karl-May-Fest und Elbhangfest ab. "Nachts sind wir im Raum Dresden mit 15 Fahrzeugen und in ganz Sachsen mit 40 Fahrzeugen auf Streifen- und Kontrolldiensten unterwegs, tragen zum Lagebild der Polizei bei und liefern Informationen über vorab geprüfte Sachverhalte", was die Arbeit der Polizei erleichtere. Die Betreuung von Asylbewerberheimen sei für DWSI aktuell kein Thema. Man habe an Ausschreibungen teilgenommen aber den Zuschlag nicht erhalten. Was nicht ausschließe, dass DWSI-Mitarbeiter nicht dennoch auf diesem Gebiet aktiv werden. "Denn zum Teil werden Flächen generiert, die wir ohnehin schon betreuen."

Sicherheit ist ein wichtiges Thema. "Brot" gibt es offensichtlich genug. Denn aktuell sucht DWSI, die selber an ihrer zertifizierten Schule Fachkräfte ausbildet, in Sachsen 55 Mitarbeiter, davon 30 in Dresden. "Immer, wenn es der Wirtschaft gut geht, hat es der Niedriglohnsektor schwer, Arbeitskräfte zu finden", so Hartmann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.07.2015

Steinbach, Catrin

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