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Seriendieb muss drei Jahre ins Gefängnis

„Mein“ und „Dein“ Seriendieb muss drei Jahre ins Gefängnis

Andrej K. ist sehr penibel, wenn es um seine sieben Sachen geht. Seine Lederhandschuhe, die er bei seinen Raubzügen trug und die man als Tatmittel konfisziert hatte, will er wiederhaben. Mit dem Eigentum anderer ist er großzügiger. Nun muss der Seriendieb für drei Jahre ins Gefängnis.

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Quelle: dpa

Dresden. Andrej K. ist sehr penibel, wenn es um seine sieben Sachen geht. Seine Lederhandschuhe, die er bei seinen Raubzügen trug und die man als Tatmittel konfisziert hatte, will er wiederhaben: „Das ist mein Eigentum, die gehören mir“, monierte er gestern im Amtsgericht. Mit dem Eigentum anderer ist er großzügiger, da nimmt er es mit „Mein“ und „Dein“ nicht so genau und klaut wie ein Rabe. Sieben Anklagen verlas die Staatsanwaltschaft gestern im Amtsgericht – Diebstahl, Hehlerei, Sachbeschädigung .

Zwischen Juli 2014 bis zu seiner Verhaftung im November 2016 soll der 31-Jährige in ganz Dresden sowie in Heidenau und Radebeul in Einfamilienhäuser, Firmen und vor allem viele Keller eingestiegen sein und gestohlen haben, was nicht niet- und nagelfest, aber von Wert war – bevorzugt Fahrräder und Zubehör, aber auch Unterhaltungselektronik, Münz- und Briefmarkensammlungen, Werkzeug, Schmuck, Silberbesteck, Bargeld. Manchmal fragt man sich wirklich, was Leute so alles im Keller aufbewahren. Der Stehlschaden belief sich auf 20 000 Euro, dazu ein erheblichen Sachschaden.

Zudem, so die Anklage, soll Andrej K. wo immer es ging, Schlüssel geklaut haben – aus Wohnungen, einem Küchenstudio, einem Hotel, aus Handtaschen und Autos und von einer Schließanlage. Darunter waren auch Schlüssel für Firmen und Schulen. Die Erneuerungen der Schließanlagen kosteten zwischen 150 und 12 000 Euro und den Besitzern viele Nerven.

Der 31-Jährige räumte einen Teil der Taten ein. Allerdings waren seine Erklärungen oft nicht nachvollziehbar – das waren Kumpels, deren Namen er nicht nennen wollte Die Schlüsseldiebstähle und die Einbrüchen in Firmen und Einfamilienhäuser wies er zurück. Einige dieser Vorwürfe wurden mangels eindeutiger Beweislage eingestellt.

Der Angeklagte, der erheblich vorbestraft ist, kam 2001 aus Kasachstan nach Deutschland und saß im selben Jahr das erste Mal vor Gericht. Er begann drei Lehren, brach alle ab, griff zu Drogen und finanzierte sich mit den Diebstählen seinen Konsum – typische Beschaffungskriminalität. Andrej K. wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt und es stehen noch acht Monate aus einem Berufungsverfahren aus.

Von Monika Löffler

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