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Lokales Selbst gebastelt ist der neue Zuckertüten-Trend
Dresden Lokales Selbst gebastelt ist der neue Zuckertüten-Trend
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17:38 09.09.2015
Basteln liegt im Trend: Während Stephanie Wuttke im Bastelladen "Das creative Hobby" bereits die fertig gebastelte Zuckertüte in die Kamera hält, hat Dominic-Kathleen Kunick noch die Utensilien zum Basteln in der Hand. Quelle: Dietrich Flechtner

"Ich habe schon die für meinen Bruder gemacht und deswegen war klar, dass ich auch eine für meine Schwester bastele", erzählt sie. Sie selbst habe zu ihrer Einschulung auch eine gebastelte Zuckertüte bekommen und sich sehr darüber gefreut. Daher sollten auch ihre Geschwister eine erhalten. Außerdem seien die herkömmlichen Zuckertüten nicht so nach ihrem Geschmack und schließlich müsse die Tüte auch zu ihrer Schwester passen.

Zwei bis drei Tage hat Lena für die Bastelei eingeplant. "Von dem gelben Rohling wird am Ende nichts mehr zu sehen sein, denn ich werde Stoff mit Blümchenmuster darauf bügeln", erklärt die 22-Jährige. Oben an die Tüte komme roter Filz und verzieren will Lena sie zusätzlich mit dem Namen ihrer Schwester und einigen bunten Bändern und Borten. Befüllt wird die Tüte dann aber von ihrer Mutter. "Da kommen bestimmt Süßigkeiten und Schulmaterialien rein", glaubt Lena.

"Selbstgebastelte Zuckertüte werden immer beliebter", erzählt Tizia Schwenke, Mitarbeiterin des Bastelladens "Das Creative Hobby" auf der St. Petersburger Straße. Bereits im Februar und März hätten sich die ersten Kunden nach den notwendigen Materialien erkundigt. Der Bastelladen vertreibt diese nicht nur, sondern hat auch zahlreiche Kurse zum Basteln von Zuckertüten angeboten, die alle gut besucht waren. Ein Kurs im "Creativen Hobby" dauerte drei Stunden. Ein sehr einfaches und dennoch individuelles Modell lasse sich aber auch in rund 30 Minuten gestalten, meint Tizia Schwenke. Beispielsweise könne ein einfarbiger Zuckertüten-Rohling einfach mit vorgefertigten Aufklebern beklebt werden. Für ein aufwendigeres Modell müsse man jedoch ein bisschen mehr Zeit einplanen.

Der Preis für eine selbst angefertigte Tüte liege zwischen 20 und 30 Euro, könne aber auch bis zu 60 Euro betragen. "Wie viel die Zuckertüte am Ende kostet, ist sehr stark von den verwendeten Materialien abhängig", erklärt Paula Bretschneider, Mitarbeiterin im Bastelladen "idee. der creativmarkt" in der Centrum-Galerie, der ebenfalls die Materialien zum Basteln von Zuckertüten in seinem Sortiment hat.

Aber nicht nur die selbstgebastelten Zuckertüten werden am Sonnabend die Augen der neuen Dresdner Erstklässler zum Leuchten bringen. Als beliebteste Motive nannten Einzelhändler in der Dresdner Innenstadt Star Wars, Barbie, Fußball, Dinosaurier, Prinzessin Lillifee, Cars und die Disney-Prinzessinnen. Nachgefragt seien vor allem die sechseckigen Zuckertüten mit einer Länge von 85 Zentimetern. Diese würden überwiegend von den Eltern gekauft. Die kleineren Modelle sowie die bereits befüllten Zuckertüten, die ebenfalls zum Sortiment vieler Läden gehören, würden eher Verwandten und Bekannte gekauft.

Der Preis ist von der Größe abhängig. Eine zwölf Zentimeter große Zuckertüte kann ab 99 Cent erstanden werden. Der Preis für die mittleren Varianten von 35 bis 50 Zentimetern liegt zwischen zwei bis sieben Euro. Die beliebten sechseckigen Zuckertüten bewegen sich je nach Geschäft in einer Preisspanne zwischen neun und 20 Euro. Zuckertüten, die bereits befüllt sind, kosten zwischen vier und elf Euro.

Gefüllt werden die Zuckertüten vor allem mit Süßigkeiten und Schulutensilien. "Bei den Süßwaren greifen unsere Kunden gern auf solche zurück, die temperaturbeständiger sind, wie zum Beispiel Fruchtgummis, Lutscher, Bonbons, Kaugummi, Kaubonbons oder Kekse", erklärt Anja Freiberger von der "Hussel Confiseri" in der Altmarkt-Galerie. An Schulmaterialien fänden vor allem die kleineren und handlichen Dinge wie Buntstifte, Füller, Pinsel, Lineale und Klebestifte ihren Platz in der Tüte, heißt es seitens der Schreibwarenhändler. Ab und zu seien aber größere Gegenstände wie Federmappen oder Trinkflaschen dabei. Zudem werde nach wie vor sehr gerne ein Plüschtier oben auf der Zuckertüte platziert.

Schmidt-Peter, Sabine

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