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Lokales Seit zehn Jahren arbeiten Senioren in Dresden als Schulmediatoren
Dresden Lokales Seit zehn Jahren arbeiten Senioren in Dresden als Schulmediatoren
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08:05 05.07.2018
Bei Problemen in der Schule helfen die Mediatoren mit einem offenen Ohr und Lebenserfahrung weiter. Quelle: dpa-Zentralbild
Dresden

Der Lehrermangel in Sachsen wirkt sich nicht nur auf die Unterrichtszeit aus – auch außerhalb der Kurse mangelt es in Schulen oft an Personal, um mit Schülern Probleme zu besprechen oder Konflikte zu lösen. Seit mittlerweile zehn Jahren helfen deshalb die Mitglieder der Initiative „Seniorpartner in School Sachsen“ ehrenamtlich an 15 Grundschulen in Dresden und Umgebung als Mediatoren aus. Der Verein feierte am Mittwoch mit Vertretern des sächsischen Kultus- und Sozialministeriums sein Jubiläum und blickte auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück.

Dutzende Menschen über 55 haben bereits eine pädagogische Weiterbildung abgeschlossen und beraten seither Kinder der 8., 30., 35., 37., 50., 96., 106., 117., 120. und 135. Grundschule. Egal, ob die Schüler etwa die Trennung der Eltern bereden möchten, gemobbt werden oder Streit mit Klassenkameraden haben: Die Seniorpartner hören zu und geben Hilfe zur Selbsthilfe. Der Nachwuchs soll lernen, Probleme gewaltlos zu lösen und fair zu kommunizieren.

Die Schulen bemerken seit der Kooperation einen deutlichen Rückgang von Gewalt und Konflikten. Der Verein wurde dafür bereits mit dem Generationenpreis und dem Innovationspreis Weiterbildung des Freistaates Sachsen ausgezeichnet. Gefördert wird er dabei unter anderem vom Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“.

Michael Bockting vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz dankte den Ehrenamtlichen stellvertretend für ihr Engagement. „Sie sind zur Stelle, wenn andere Personen keine Zeit für intensive Gespräche haben oder nicht die richtigen Ansprechpartner sind.“ Auch Jürgen Hegewald vom Kulturministerium, der selber jahrelang als Schulpsychologe tätig war, freute sich über die „konstruktive Erarbeitung von Lösungsprozessen.“

Am 26. September beginnt ein neuer Weiterbildungskurs zum Schulmediator. Interessierte Senioren und Schulen sind zu den Informationsveranstaltungen am 15. August und am 5. September in den Räumen der Volkssolidarität in der Alfred-Althus-Str. 2 eingeladen.

Von Katharina Jakob

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