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Lokales Seit über zwei Jahrzehnten hält Michael Weimer das Geschehen am Dresdner Flughafen fest
Dresden Lokales Seit über zwei Jahrzehnten hält Michael Weimer das Geschehen am Dresdner Flughafen fest
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20:32 09.09.2015
Mit Kamera, Stativ und Leiter ist Michael Weimer seit über 20 Jahren am Dresdner Flughafen anzutreffen. Quelle: H. Schuster

Immer ist er auf der Suche nach den interessantesten Motiven. "So etwas kann sehr zeitaufwendig sein", sagt er. So verbrachte er schon viele Morgenstunden auf einem Dach für ein einziges Panoramafoto. Alles musste perfekt stimmen: das Licht, die Anzahl der Flugzeuge, das Geschehen vor dem Terminal. Dass es schließlich geklappt hat, macht Michael Weimer stolz, der noch heute dieses Bild als sein Lieblingsbild bezeichnet. Wahrscheinlich liegt es auch daran, wie es entstanden ist, denn für die Aufnahme verwendete er eine schwere Plattenkamera. "Da konnte nachträglich nichts korrigiert werden", sagt der 67-Jährige.

Die alte Technik ist längst passé, auch für Michael Weimer. "Ich habe aber so lange gewartet, bis die digitale Technik mich überzeugt hat", betont er. Erst 2005 ist er umgestiegen. Mittlerweile schätzt er ihre Vorteile. Um auch in Sachen Bildbearbeitung fit zu sein, absolvierte er einen Lehrgang.

Nach dem Abitur 1964 absolvierte Michael Weimer im elterlichen Betrieb "Friedrich Weimer angewandte Fotografie" an der Karl-Liebknecht-Straße 16 eine Lehre. "Mein Vater war der Möbelfotograf der DDR", erklärt der Dresdner. "Eigentlich wollte ich Lehrer für Bio und Sport werden", erinnert sich Michael Weimer. Ein Studienplatz in Jena war ihm sicher. Kurzerhand entschied er sich aber anders. "Zum Glück", wie er heute einschätzt. "Ich habe diese Entscheidung nie bereut. Mein Beruf ist so schön und abwechslungsreich. Ich bin viel rumgekommen und habe viel gesehen."

Michael Weimer begleitete unter anderem den Bau des Dresdner Fernsehturms, fotografierte im Auftrag eines Textilforschungsinstitutes Textilien im Einsatz, war in Bergwerken, im VW-Werk in Mosel und in der Gläsernen Manufaktur und fertigte Repros von Gemälden an. Der Deutschen Fotothek hat er sein umfangreiches Archiv der Möbelfotografie übergeben. "Dort ist es gut aufgehoben", ist er überzeugt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.03.2014

H. Schuster

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