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Lokales Seit 2006 steigt die Zustimmung zur Waldschlößchenbrücke - 73 Prozent der Dresdner freuen sich über das Bauwerk
Dresden Lokales Seit 2006 steigt die Zustimmung zur Waldschlößchenbrücke - 73 Prozent der Dresdner freuen sich über das Bauwerk
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18:21 09.09.2015
Die Zustimmung zur Waldschlößchenbrücke steigt weiter. Quelle: dpa
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Fast drei Viertel der Befragten freuen sich, dass die Brücke jetzt steht, nur 13 Prozent ärgert das und etwa genau so vielen Befragten ist es egal. Gelungen finden die Brücke sogar knapp vier von fünf Befragten. Dieser Wert hat sich seit Oktober 2012 kaum verändert. Vor zwei Jahren war er allerdings niedriger. Damals gaben 70 Prozent der Befragten an, dass ihnen die Brücke gefällt.

„Die Macht des Faktischen“ wirkt bei solchen Befragungen, ist Thomas Löser überzeugt, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen im Stadtrat. Er gehört zu den Brückengegnern, oder besser: Er ist Tunnelbefürworter. Anhänger der neuen Brücke argumentieren dagegen, solche Zahlen seien klarer Ausdruck des Bürgerwillens. Einer dieser Anhänger ist der FDP-Bundestagsabgeordnete Jan Mücke. Er rechnet am Wochenende mit bis zu 100 000 Gästen bei der Brückeneröffnung. „Ich freue mich riesig auf die Brückenfeier“, teilte Mücke via Facebook mit.

Fakt ist: Die Zahlen sind das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung mit konkreten Fragen zur Brücke. Ähnliche Fragen haben die Mitarbeiter des TU-Instituts seit 1996 im Rahmen des DNN-Barometers zu der damals gerade geplanten und später im Bau befindlichen Brücke gestellt. Das Ergebnis: Vom Februar 1996 bis zum September 2006 ist die Zustimmung zu der Brücke nahezu kontinuierlich gesunken. 2006 erreichte sie ihren niedrigsten Stand, nur etwa 50 Prozent aller Dresdner stimmten damals dem Brückenbau zu. Ein Grund für diesen Tiefststand könnte die Ankündigung der Unesco gewesen sein, im Falle des Brückenbaus werde der Welterbe-Titel wieder aberkannt.

[gallery:500-2628968657001-DNN] Parallel zur sinkenden Zustimmung zum Bau der Brücke stieg die Zahl der Brückengegner. Allerdings kletterte sie nie über die 35-Prozent-Marke. Die hatte sie ebenfalls im September 2006 erreicht. Seitdem fällt sie und die Zahl der Brückenbefürworter steigt zugleich. Drei Viertel aller Befragten äußerten sich bereits im Juli 2011 positiv zum Bau der Brücke, die Zahl der Gegner war da auf 20 Prozent gesunken. Fünf Prozent waren damals unentschieden oder hatten gar keine Meinung zu dieser Frage.

Von den 58 Prozent der Befragten, die beim DNN-Barometer im Oktober 2012 angegeben haben, dass sie bei ihren regelmäßigen Autofahrten eine der Elbbrücken nutzen, wollen künftig 13 Prozent ausschließlich über die Waldschlößchenbrücke fahren. Weitere 53 Prozent werden immer mal wieder auf die neue Elbquerung ausweichen. Etwa ein Drittel aller Dresdner hat damals angegeben, die Waldschlößchenbrücke nicht nutzen zu wollen. „Nie“ hat damals keiner von ihnen gesagt, einen „Test“ wird wohl fast jeder Dresdner planen.

cs

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