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Lokales Sehen Kraftfahrer das „Tempo-30-Zeichen“ auf der Waldschlößchenbrücke nicht?
Dresden Lokales Sehen Kraftfahrer das „Tempo-30-Zeichen“ auf der Waldschlößchenbrücke nicht?
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08:45 28.09.2018
Autos fahren an einer der beiden fest installierten Geschwindigkeitsmessanlagen auf der Waldschlößchenbrücke vorbei. Es gibt Kritik, dass das Schild zur Geschwindigkeitsbegrenzung aus Richtung Bautzner Straße zu nah an der Tunnelausfahrt stehe und so leicht übersehen werden kann. Quelle: dpa-Zentralbild
Dresden

Warum werden signifikant mehr Autofahrer auf der Waldschlößchenbrücke von der Geschwindigkeitsmessanlage in Richtung Altstadt erfasst als von der in Richtung Neustadt? 2017 hat der Altstädter „Blitzer“ 17457 verwertbare Verstöße auf Film gebannt, die Autofahrer mussten 516.000 Euro Bußgeld zahlen. In Richtung Neustadt waren es „nur“ 5557 Verstöße mit einem Bußgeldvolumen von 150.000 Euro. Im ersten Halbjahr 2018 tappten 6692 Autofahrer in die „Radarfalle“ Richtung Altstadt, aber „nur“ 1862 in die Richtung Neustadt. 198.000 Euro Bußgelder wurden in der einen Fahrtrichtung fällig, 49.000 Euro in der anderen.

Holger Zastrow, Vorsitzender der Fraktion FDP/Freie Bürger im Stadtrat, hat einen Verdacht, wie die Diskrepanz zustande kommt. „In letzter Zeit haben uns immer wieder Bürger angesprochen und sich über die Messanlagen und die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 beschwert.“ Einige Bürger hätten kritisiert, dass das Schild zur Geschwindigkeitsbegrenzung aus Richtung Bautzner Straße zu nah an der Tunnelausfahrt stehe und von Ortsfremden leicht übersehen werden könne, da sich diese auf die nicht ganz einfache Einordnung in den fließenden Verkehr konzentrieren müssten.

Auch über der Fahrbahn wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit angezeigt. Quelle: Archiv

Der Standort dreier Wechselverkehrszeichen, die links, rechts und über der Fahrbahn angeordnet sind und die zulässige Höchstgeschwindigkeit anzeigen, sei nicht optimal, räumte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf Anfrage von Zastrow ein. Das Straßen- und Tiefbauamt habe die Erkennbarkeit der Verkehrszeichen mehrfach geprüft und dabei auch festgestellt, dass die Verkehrszeichen eindeutig und vor dem Einordnen auf die Brückenfahrbahn zu erkennen seien.

Für die aus Richtung Bautzner Straße einfahrenden Fahrzeuge gelte ohnehin eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde. „Baulich besteht keine Möglichkeit, den Auslegermast mit dem dazu erforderlichen Fundament und den notwendigen Verkabelungen auf dem Brückenbauwerk unterzubringen“, erklärte der OB.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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