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Sechs Monate Bauverzögerung am Arnhold-Bad in Dresden

Wetter und unvorhergesehene Probleme Sechs Monate Bauverzögerung am Arnhold-Bad in Dresden

Bauverzögerung am Georg-Arnhold-Bad: Eigentlich sollten sich die Türen des Hallenbads im April des vergangenen Jahres nur für acht Monate schließen, um verschlissene Technik, etwa an den Lüftungsanlagen, auf Vordermann zu bringen. Mittlerweile ist es wieder April und noch immer bestimmen Bauarbeiter das Bild

Wahrscheinlich erst Mitte Juni wird das Arnhold-Bad seine Pforten wieder öffnen – dann aber mit Saunaangebot.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Bauverzögerung am Georg-Arnhold-Bad: Eigentlich sollten sich die Türen des Hallenbads im April des vergangenen Jahres nur für acht Monate schließen, um verschlissene Technik, etwa an den Lüftungsanlagen, auf Vordermann zu bringen. Ende 2016 wollte die Dresdner Bäder GmbH das Sanierungsprojekt abgeschlossen haben. Doch daraus wurde nichts. Mittlerweile ist es April und noch immer bestimmen Bauarbeiter das Bild. Dass in Dresdens beliebtesten Bad mit jährlich rund 250 000 Gästen in wenigen Monaten geschwommen und sauniert werden soll, ist schwer vorstellbar.

Wie Dörte Gregor, Sprecherin der Bäder GmbH, auf DNN-Anfrage mitteilte, gibt es mehrere Gründe, warum es zu dieser Verzögerung gekommen ist. „Zuerst fand sich keine Firma für die Reparaturarbeiten am Dach, zudem wurden undichte Stellen an den Glasfassaden entdeckt, das Rutschlandebecken musste wegen Korrosion ausgewechselt werden“, so Gregor. Außerdem habe es statische Probleme an den Stahlträgern im Bereich der Traufe vom Luftkissendach in Form von Verdrehungen gegeben, die ausgesteift werden mussten. Und auch die Witterung trug ihr Übriges dazu bei, dass sich auf dem Areal nichts regte. Fünf Wochen lang war es schlicht zu kalt, um die nötigen Arbeiten ausführen zu können.

Jetzt wimmelt es auf dem Gelände aber wieder vor Bauarbeitern, es geht voran. Der Rohbau ist größtenteils fertig, die 18 Jahre alte Lüftungsanlage ausgetauscht. Nach Angaben der Bäder GmbH-Sprecherin ist zudem die Glasfassade zu 75 Prozent eingebaut. „Aktuell sind die Fliesenleger vor Ort und in den nächsten zwei Wochen wird die Rutsche montiert“, informiert Gregor.

Welche Auswirkungen die verlängerten Arbeiten auf die Baukosten haben, bleibt unklar. Zu diesem Thema lässt sich die Bäder GmbH nicht in die Karten schauen und macht keine Angaben. Zu Beginn der Sanierung war von einer Investitionssumme in Höhe von 7,7 Millionen Euro die Rede.

Bis das Bad wieder von Wasserratten genutzt werden kann, wird allerdings noch ein wenig Zeit ins Land gehen. „Bis spätestens 21. Juni wollen wir das Georg-Arnhold-Bad eröffnen“, kündigt die Bäder GmbH-Sprecherin an. Voraussetzung dafür allerdings sei, dass keinerlei zusätzliche Probleme in Form von Lieferschwierigkeiten oder Inbetriebnahme auftreten. Nach Fertigstellung kann im Arnhold-Bad nicht nur geplanscht, sondern auch geschwitzt werden. In einem Anbau an das denkmalgeschützte Atrium können künftig 100 Personen gleichzeitig saunieren. Auch der Brunnen im Atrium, der den früheren Eingangsbereich des Bades schmückte, wurde restauriert. Als Trinkbrunnen allerdings, wie in den Anfangsjahren, wird er nicht mehr genutzt.

Weiterer Lichtblick: Bereits am 29. April startet Dresden in die Freibadsaison, zumindest im Strandbad Wostra und im Stauseebad Cossebaude. Alle anderen Freibäder – mit Ausnahme des Waldbads Weixdorf (29. Mai) – öffnen ab dem 13. Mai.

Von Christin Grödel

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