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Lokales Schwimmhalle des Dresdner Georg-Arnhold-Bades wiedereröffnet
Dresden Lokales Schwimmhalle des Dresdner Georg-Arnhold-Bades wiedereröffnet
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17:15 04.08.2017
Die ersten im Becken: Christa Kunze und ihre Enkelin Paula Fritsche sind Stammgäste im Georg-Arnhold-Bad.  Quelle: Anja Schneider
Dresden

 Zum Schluss konnte es gar nicht schnell genug gehen. Bereits fünf Minuten vor der Zeit öffneten sich am Freitag wieder die Türen zur Schwimmhalle des Georg-Arnhold-Bades. Ganz so, als wollte man die Bauverzögerungen der letzten Monate wieder gutmachen. Ein Jahr sollte die Sanierung der 1926 errichteten Halle dauern, am Ende sollten es 16 Monate werden. „Die Planungen waren sportlich und selbst für einen Leistungssportler nicht erreichbar“, fasst es Matthias Waurick, Chef der Dresdner Bäder GmbH, zusammen.

Nach 16-monatiger Sanierung hat die Schwimmhalle am Georg-Arnhold-Bad am Freitag wieder seine Türen geöffnet. Die Arbeiten hatten sich als schwieriger als gedacht herausgestellt, weshalb es zu Verzögerungen gekommen ist. Ab sofort ist die Halle aber wieder nutzbar.

Eine „Wundertüte“ nennt Falco Hinz, Geschäftsführer der ausführenden Bauplanung Bautzen GmbH, die Halle. Bauliche und statische Herausforderungen forderten ihren Tribut. So hatten es die Arbeiter zum Beispiel mit verzogenen Deckenträgern zu tun oder auch mit Wasserleitungen, mit denen an dieser Stelle niemand gerechnet hatte. „Bestand und Planung waren nicht immer identisch“, beschreibt Waurick. Hinz nennt es eine „Herausforderung“ für sein Team. Hinzu kam ein „Desinteresse von Bauleuten“, so dass einige Arbeiten mehrfach ausgeschrieben werden mussten. Und auch die Witterung tat ihr Übriges dazu: Sechs Wochen war es schlicht zu kalt.

Nun aber ist es geschafft, „verspätet, aber pünktlich zum Schulbeginn“, so der Bäder-Chef. Und es hat sich einiges getan in den vergangenen Monaten. Das technische Equipment ist komplett erneuert, ebenso wie Fassade, Umkleiden, Beleuchtung und Lüftung. Der Gastronomiebereich wurde erheblich erweitert und hat laut Hinz seinen „Jugendherberge-Stil“ verloren. Zudem wurde die Halle um etwa drei Meter vergrößert, um Platz für Liegen zu schaffen. Und auch die Rutsche entsprach nicht mehr den modernen Anforderungen. LED-Effekte begleiten jetzt den 93 Meter langen Rutschspaß. „Sie wurde nicht einfach nur ausgetauscht, sondern ist jetzt ein richtiges Erlebnis“, verspricht Hinz.

Und auch in Sachen Gestaltung waren die Bauleute kreativ. Statt dem früheren Krankenhaus-Weiß bestimmen jetzt warme Farbtöne das Bild. Zudem nimmt das neue Design auf die Geschichte des Bades und seinen Erbauer – Georg Arnhold – Bezug. Bilder aus vergangenen Tagen zeigen nicht nur, wie sich das Areal, sondern auch wie sich die Bademode verändert hat. „Es sind alle Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich die Aufenthaltsqualität und damit hoffentlich auch die Verweildauer erhöht“, sagt Waurick.

Was das Ganze gekostet hat? Da lässt sich der Bäderchef traditionell nicht in die Karten schauen. Zumindest habe sich die Investition gelohnt, wie er sagt. Komplett fertig ist man im Arnhold-Bad aber noch nicht. Es stehen noch Restarbeiten in der neu geschaffenen Sauna an, die ab Ende Oktober für Besucher nutzbar sein soll.

Öffnungszeiten

Freibad:
 
täglich von 9 bis 21 Uhr (Mai bis September)

Schwimmhalle:
 
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend von 10 bis 22 Uhr; Freitag von 10 bis 23 Uhr; Sonntag von 10 bis 21 Uhr

Frühschwimmen (in der Halle):
Dienstag und Freitag von 6 bis 7.30 Uhr

Aquagymnastik:
 
Montag und Donnerstag 11 und 14 Uhr (Dauer etwa 20 Min.); im Eintrittspreis enthalten; für alle Badegäste nutzbar

Die müssen künftig tiefer in die Tasche greifen, um ihre Bahnen zu ziehen. Wer Schwimmhalle und Freibad für zwei Stunden nutzen möchte, zahlt sechs Euro, ermäßigt fünf Euro. Eine Tageskarte für das Freibad kostet fünf Euro, ermäßigt 4,50 Euro. „Die Betriebs- und Personalkosten sind gestiegen. Zudem ist die Qualität des Bades gestiegen. Deswegen haben wir uns für eine Preiserhöhung entschieden. Es wird nicht die letzte in Dresdner Bädern sein“, kündigt Waurick an.

Von Christin Grödel

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