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Lokales Schulverwaltungsamt weist Kritik an Außenfläche der 103. Grundschule zurück
Dresden Lokales Schulverwaltungsamt weist Kritik an Außenfläche der 103. Grundschule zurück
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09:03 06.02.2018
Steine des Anstosses: die Außengestaltung an der Turnhalle der 103. Grundschule (Hohnsteiner Str.) sorgt für Diskussionen. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Das Schulverwaltungsamt sieht keinen Anlass, der Kritik der Grünen an der Außenflächengestaltung der 103. Grundschule zu folgen. Nach der Einweihung eines Turnhallen-Neubaus gab es Kritik am Umfeld des Sportgebäudes an der Hohnsteiner Straße.

Das Außengelände sei mit fast zwei Dritteln der Fläche durch Betonsteine versiegelt. Eine solche Freiflächenplanung ist weder zeitgemäß noch nachhaltig, hieß es. „Hier kann man sich vor Ort ein Bild davon machen, welche Bedenken wir der Schulverwaltung und den ausführenden Planern bei der Vorstellung des Außengeländes seinerzeit im Ortsbeirat mitgegeben haben“, erklärte Oliver Mehl, der für die Grünen im Ortsbeirat Neustadt sitzt. „Die jetzige Umsetzung bestätigt alle Befürchtungen“, fügte er hinzu. Die versiegelte Fläche biete kaum differenzierte Nutzungen an. Die große, der Sonne ausgesetzte Betonfläche wird sich in der heißen Jahreszeit aufheizen und an windig kalten Regentagen keinen Schutz bei Aufenthalten im Freien bieten. Die Grünen hätten in der Vergangenheit bereits mehr Bäume, mehr Grün, mehr Nutzungsdifferenzierung und weniger Versiegelung gefordert. Mehl: Die Freiflächengestaltung ist anachronistisch, es fehlt an vielem, nur nicht an Betonsteinen. Schade das Kinder an dieser Schule auch die nächsten Jahre ihre Freizeit auf einer Betonwüste verbringen müssen.“

Das Schulverwaltungsamt weist die Kritik zurück. Bei der Planung von Frei- und Pausenflächen seien immer Kompromisse zwischen Funktionalität und Gestaltung zu finden. Gerade am Standort der 103. Grundschule sei eine Vielzahl von Funktionen auf einer eher begrenzten Freianlage unterzubringen gewesen. Konzeptionell gliedere sich das Schulgrundstück in eine befestigte (befahrbare) Fläche zwischen Schulgebäude und Sporthalle, in Richtung Süden lockert sich die Freifläche mit halboffenen Aufenthaltsbereichen auf. Dort ist auch der Schulgarten (hinter der Sporthalle) eingeordnet sowie ein großes Spielgerät. Mit der Freiflächengestaltung wurde auch eine nutzbare Verbindung zum Prießnitz-Ufer hergestellt. „Insgesamt werden damit auf dem Schulgrundstück durchaus verschiedene Aufenthaltsqualitäten angeboten, die von Schule und Hort kreativ genutzt werden können“, hieß es aus der Verwaltung. Vorhandene Bäume auf dem Schulhof seien erhalten, fehlende Bäume ergänzt worden. Warum eine befestigte Fläche im Winter für den Aufenthalt ungeeignet sein soll, erschließe sich der Verwaltung nicht. Die Erhitzung im Sommer liege in der Natur der Sache. Die Freiflächengestaltung sei intensiv mit der Schulgemeinschaft sowie dem Hort diskutiert worden. „Wie in jedem Abstimmungsprozess kann nicht jede Position vollständig Berücksichtigung finden und nicht jeder individuellen Kritik entgegnet werden“, erklärte das Amt. Gerade befestigte Schulhofflächen würden von den Kinder sehr gern zum Rollerfahren genutzt und auch nachgefragt; wohingegen Rasenflächen in der Regel nach kurzer Zeit unter der intensiven Nutzung kapitulieren. Das Schulverwaltungsamt machte klar: „Es sind keine Nachbesserungen erforderlich.“

Von Ingolf Pleil

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