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Schulsanierungen hängen am neuen Campus in Tolkewitz

Schulsanierung Schulsanierungen hängen am neuen Campus in Tolkewitz

Die erheblichen Investitionen der Stadt in Dresdner Schulen sind auf in einem engen Zeitplan aufgereicht wie eine Perlenschnur. Wenn die irgendwo reißt, gibt es eine fatale Kettenreaktion. Derzeit hängt viel vom Schulcampus Tolkewitz ab, die Bauarbeiten werden bis zu den Winterferien nicht abgeschlossen sein.

Mit einem Paket an Beschlüssen sollen die Stadträte in den kommenden Wochen über die nächsten Schritte bei der Sanierung der Dreikönigschule und der 15. Grundschule entscheiden.

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Mit einem Paket an Beschlüssen sollen die Stadträte in den kommenden Wochen über die nächsten Schritte bei der Sanierung der Dreikönigschule und der 15. Grundschule entscheiden. Beide Schulen befinden sich in der Äußeren Neustadt, die Realisierung der Pläne hängt vor allem vom neuen Schulcampus in Tolkewitz ab. Alles unterliegt einem straffen Zeitplan.

An der Wehlener Straße entstehen ein fünfzügiges Gymnasium und eine vierzügige Oberschule. Der Neubau sollte nach dem Willen der Stadt voraussichtlich bis Februar 2018 abgeschlossen sein. Dann könnten die 32. Oberschule (derzeit auf den Berthelsdorfer Weg ausgelagert) und das Gymnasium Tolkewitz (derzeit mit einem Jahrgang auf der Hofmannstraße vorgegründet) auf dem Campus einziehen. In der Anfangszeit bleibt so noch Platz für die Schüler des Gymnasiums Dreikönigschule (DKS). Diese werden derzeit teilweise am Terrassenufer unterrichtet. Dadurch war es möglich, bereits mit der Sanierung von Haus C am DKS-Standort in der Neustadt zu beginnen. Folgen sollen nun die Baumaßnahmen an Haus A mit der Ergänzung des Speise- und Mehrzweckraums sowie die Neugestaltung von Teilen der Außenanlagen. Sie sind von Februar 2018 bis Mai 2020 geplant. Den Abschluss bilden die Bauarbeiten an Haus B und an der Außenanlage. Die Gesamtkosten werden derzeit auf 18 Millionen Euro geschätzt, 9,6 Millionen für Haus A, 4,5 Millionen für Haus B und 3,9 Millionen für Haus C.

Gefeiert wird wohl erst später

Ab den Winterferien sollen Haus B und C von der 15. Grundschule (einschließlich Hort) genutzt werden. Dann kann die Sanierung der Stammhäuser der 15. an der Görlitzer Straße beginnen. Aus den Gebäuden, früher einmal eine Knaben- und eine Mädchenschule, will die Stadt eine „funktionale Einheit“ machen. 10,4 Millionen Euro könnte das kosten. Im Sommer 2019 will die Stadt damit fertig sein. Dann zieht die 15. Grundschule wieder zurück und an der Dreikönigschule entsteht Baufreiheit für die Sanierung von Haus B. Das soll im Januar 2020 in Angriff genommen und einschließlich der Außenanlagen bis Juni 2021 abgeschlossen werden.

Voraussetzung für die ineinandergreifenden Baumaßnahmen ist jetzt die Nutzbarkeit des Schulcampus in Tolkewitz. Dort investiert die Stadt rund 65 Millionen Euro, Fördermittel nimmt sie nicht in Anspruch. Der Bauverzug, den die Stadt vergangene Woche für den Schulcampus an der Gehestraße in Pieschen einräumen musste, sorgt da für Unruhe (DNN berichteten). Zum aktuellen Stand in Tolkewitz wollte die Stadt am Montag keine Angaben machen und verwies auf eine Mitteilung im Lauf der Woche.

Wie es derzeit aussieht, werden die Bauarbeiten an der Wehlener Straße nicht bis zu den Winterferien abgeschlossen sein. Nach gegenwärtigem Stand beginnt der Unterricht zunächst auf einer Baustelle, ein Provisorium werden unter andrem die Übergänge zu den Turnhallen an der Kipsdorfer Straße sein. Auch die offizielle Einweihungsfeier wird dem Vernehmen nach erst später stattfinden.

Von Ingolf Pleil

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