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Lokales „Schule – (k)ein Ort der Diskriminierung“
Dresden Lokales „Schule – (k)ein Ort der Diskriminierung“
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11:20 09.09.2016
Matthias Brauneis gehört zu den Organisatoren der Tagung. Quelle: Anja Schneider

„Schule – (k)ein Ort der Diskriminierung?!“ ist eine Tagung überschrieben, zu der am Freitag, 9. September, immerhin 100 Interessierte im Hygiene-Museum am Lingnerplatz erwartet werden. DNN sprachen mit Matthias Brauneis (27) vom Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC), Landeskoordinator für Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage in Sachsen.

Wer hat sich angemeldet für die Tagung, wer veranstaltet sie?

Vor allem Lehrer, Schüler und Schulsozialarbeiter, aber auch Vertreter von freien Trägern aus ganz Sachsen. Veranstaltet wird die Tagung vom Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V., von der Bundeskoordination Schule ohne Rassismus und von uns, also vom Netzwerk für Demokratie und Courage in Sachsen.

Wer spricht auf der Konferenz?

Zunächst begrüßen Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping, Matthias Schwerendt, Referent der Bundeskoordination Schule ohne Rassismus und Nina Gbur, Geschäftsführerin der Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit. Anschließend wird es zwei Vorträge geben. Christian Demuth, Politikwissenschaftler und Vorsitzender des Herbert-Wehner-Bildungswerks, spricht über Rechtspopulismus. Dorothea Schütze vom Institut für Demokratieenwticklung aus Berlin referiert zum Thema Diskriminierung im Raum Schule. Anschließend gibt es vertiefende Workshops mit allen Beteiligten, zum Beispiel zum Thema „Ein Islam – viele Muslime – Islamophobie“.

Worum genau geht es Ihnen?

Zunächst wollen wir schauen, wie sich unsere Gesellschaft verändert hat, seitdem so viele Flüchtlinge auch nach Sachsen gelangt sind. Wir fragen beispielsweise: Wer steckt eigentlich hinter Pegida, wie können wir mit ihrer Ideologie umgehen? Und wir wollen uns darüber unterhalten, inwiefern auch in der Schule Diskriminierung stattfindet und wie man dem begegnen kann. Letztlich geht es darum, sich Tipps und Anregungen zu holen, um Vorurteile aufzubrechen.

„Die Hetze gegen Geflüchtete und andere Minderheiten nimmt zu“, heißt es in der Ankündigung für die Tagung. Gerüchte und Falschmeldungen würden verunsichern, verwirren und ein Klima der feindseligen Abgrenzung und Ablehnung sähen, auch im schulischen Alltag. Worauf gründen sich diese Aussagen?

Es gibt eine Internetseite, auf der werden Meldungen gesammelt, die sich erwiesenermaßen als falsch herausgestellt haben (http://hoaxmap.org/). Dort kann man gut nachlesen, was für Gerüchte in die Welt getragen worden sind. Das ist die eine Sache. Außerdem veranstalten wir sachsenweit in Schulen Projekttage zu Themen wie Rassismus. Da geht es auch um Geflüchtete. Dort werden wir mit üblen Sachen konfrontiert. Die Flüchtlinge würden vom Staat Handys mit SIM-Karten geschenkt bekommen. Wir merken, dass da viele Vorurteile und Ängste in den Köpfen junger Leute sind – wie sie z.B. auf Facebook von Rechtspopulisten geschürt werden. Häufig tragen sie Vorurteile von den Eltern in die Schule. Wir begegnen aber mindestens genauso oft auch Schülern, die gern etwas mit Flüchtlingen und gegen Rassismus machen wollen, aber nicht wissen wie. Es gibt also jede Menge Gesprächs- und Handlungsbedarf.


Interview: Katrin Richter

Von Katrin Richter

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