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Schulcampus der Superlative

Dresden investiert 65 Millionen Euro in Tolkewitz Schulcampus der Superlative

Einen Neubau für 1500 Schüler hat es in Dresden noch nicht gegeben. In Tolkewitz wird der Schulcampus der Superlative Realität. Im Februar sollen die ersten Klassen in den Neubau einziehen, und auch die Wehlener Straße wird bis dahin saniert sein.

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Der „Boulevard“ verbindet die beiden Schulhäuser und gleichzeitig die Eingänge an der Wehlener und an der Kippsdorfer Straße. Zwei Lichthöfe versorgen die Klassenzimmer mit Tageslicht.

Quelle: Foto: Dietrich Flechtner

Dresden. „Einen Rekord kann uns niemand nehmen“, meinte Barbara Dittmer augenzwinkernd, „wir bauen die Schule mit der größten Grundstückseinfriedung.“ Zur Kippsdorfer Straße sind die riesigen Giebelwände des früheren Straßenbahnhofs neu entstanden. Eigentlich, so Dittmer, sollten die historischen Wände erhalten bleiben. Aber sie seien so marode gewesen, dass sie nachgebaut werden mussten. Immerhin, die historischen Sansteinabdeckungen werden wieder aufgesetzt. In die Bögen sollen Metallkonstruktionen und Tore montiert werden. Schließlich kann ein Schulgelände nicht den ganzen Tag offenstehen.

Auf dem Grundstück des Straßenbahnhofs Tolkewitz lässt die Landeshauptstadt Dresden für rund 65 Millionen Euro Schulgebäude für das Gymnasium Tolkewitz und die 32. Oberschule bauen. Das Gymnasium wird fünf Züge aufnehmen, die Oberschule vier. Die Gebäude sind eng miteinander verbunden, und das hat längst nicht nur bauliche Gründe, wie Dittmer erläutert, die gemeinsam mit Klaus Pusch das Millionenprojekt für die städtische Tochtergesellschaft Stesad GmbH leitet. Es sei ausdrücklich Wert darauf gelegt worden, dass sich Gymnasiasten und Oberschüler begegnen. „Es soll eine Durchmischung geben“, so Dittmer, unter anderem führt ein großer Gang, der sogenannte „Boulevard“, von der Wehlener zur Kipsdorfer Straße durch das Gebäude. Die Schulen werden sich auch die Aula teilen, die dank mobiler Trennwände um die Kapazität der Mensa des Gymnasiums erweitert werden kann.

Im Februar 2018 soll der Schulbetrieb beginnen, dann ziehen die 32. Oberschule und die ersten Klassen des Gymnasiums Tolkewitz in das Gebäude. Außerdem wird das Schulhaus als Auslagerungsstandort für das Gymnasium Dreikönigsschule genutzt. „Wir liegen im Zeitplan“, erklärte die Projektleiterin, „und befinden uns mitten im Innenausbau.“ Zwar sei die Fassade an einigen Stellen noch nicht fertig, die Bauleute hätten die Öffnungen aber provisorisch verschlossen. In einigen Bereichen sind bereits die Fenster eingebaut.

Dass es sich um das Gelände eines Straßenbahnhofs handelt, wird nicht nur an den rekonstruierten Giebelwänden, sondern auch an den Schienen im Eingangsbereich an der Wehlener Straße sichtbar. Das Häuschen des Fahrdienstleiters wird restauriert und für den Hausmeister des Schulcampus eingerichtet, so Dittmer.

Auf der früheren Waldfläche an der Kippsdorfer Straße entstehen die beiden Turnhallen sowie 52 Parkplätze. Das Gymnasium erhält eine Vierfeldhalle, die Sporthalle der Mittelschule wird über zwei Felder verfügen. In der großen Halle wird auch eine kleine Zuschauertribüne errichtet, so dass Vereine das Gebäude nicht nur zum Training, sondern auch für Wettkämpfe nutzen können.

Am Dienstag besichtigten rund 50 Mitglieder des CDU-Ortsverbands Blasewitz/Striesen und des Freundeskreises Tolkewitz die Baustelle. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von den Ausmaßen des Projekts. Stadtrat Peter Krüger und der Landtagsabgeordnete Martin Modschiedler versprachen unisono, dass die Wehlener Straße nun doch noch saniert werden kann, bevor der Schulkomplex ans Netz geht. „Die Gelder stehen jetzt zur Verfügung“, erklärte der Landtagsabgeordnete. „Ein Gebäude für 1500 Schüler ist ein gewaltiges Vorhaben, das diesen Stadtteil beleben wird“, glaubt Stadtrat Krüger.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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