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Schüler und Studenten diskutieren in Dresden globale Politikprobleme

elbMUN-Konferenz Schüler und Studenten diskutieren in Dresden globale Politikprobleme

Im Sächsischen Landtag trafen sich vergangene Woche Studenten und Schüler aus der ganzen Welt, um im Rahmen der achten elbMUN-Konferenz globale Politikprobleme und Lösungsansätze zu diskutieren. Organisiert wurde die Konferenz von Studenten der TU Dresden.

Wo normalerweise die sächsischen Staatsminister und Landtagsabgeordneten Sitzungen und Abstimmungen abhalten, trafen sich vergangene Woche politikinteressierte Heranwachsende aus verschiedensten Ländern der Welt.
 

Quelle: elbMUN Presse-Team

Dresden. Wo normalerweise die sächsischen Staatsminister und Landtagsabgeordneten Sitzungen und Abstimmungen abhalten, trafen sich vergangene Woche politikinteressierte Heranwachsende aus verschiedensten Ländern der Welt. 78 fiktive Delegierte unterschiedlicher Nationen nahmen an der Politik-Konferenz elbMUN im Sächsischen Landtag teil. Bereits zum achten Mal fand die von Studenten der TU Dresden organisierte Veranstaltung statt, bei welcher die Teilnehmer fünf Tage am Stück die Geschicke und Arbeit der Vereinten Nationen simulieren. „MUN“ steht dabei für die englische Bezeichnung „Model United Nations“. Für die Konferenz reisten die zum Großteil Studierenden teilweise extra aus Afghanistan, Ghana, Israel oder Russland an. Helfer und Dresdner Teilnehmer nahmen die ausländischen Gäste die Woche über bei sich auf. „Trotzdem konnten wir leider nicht alle Anmeldungen unser internationalen Gäste realisieren, da viele Teilnehmer kein Visum von den deutschen Behörden bekamen“, bedauerte Esther Breffka aus dem Vorstandsteam. Die Hälfte der Teilnehmer stammte aus Dresden, darunter auch zahlreiche Studenten des Studiengangs Internationale Beziehungen. Während den fünf Tagen nahmen die Teilnehmer die Rolle von UN-Diplomaten ein, diskutieren in themenspezifischen Ausschüssen über Abrüstung, globale Abfallwirtschaft oder Flüchtlingsbewegungen mit Berücksichtigung realer Beispiele und den strengen Verhandlungsregeln der UN. Ziel war die Verabschiedung einer Resolution aus jedem Ausschuss in der Generalversammlung, die im Plenarsaal des Landtags abgehalten wurde.

Unterstützt wurden die über 60 Helfer bei der neunmonatigen Planung und Umsetzung der Konferenz vom Studentenrat der TU, der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden und vom Hilfswerk Brot für die Welt. Als Gastredner traten der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, so wie Agnus MacGregor-Millar, Veteran der britischen Armee und weltweit Sicherheitsverantwortlicher des Software-Unternehmens SAP, auf. Sichtlich überrascht war insbesondere Silberhorn von den äußerst kritischen und inhaltlich fundierten Nachfragen des ein oder anderen Teilnehmers. Außerhalb der Arbeitskreise in den einzelnen Gremien wurden abseits des formellen Programms Unternehmungen wie eine Stadtführung, ein Kinobesuch oder eine Kneipentour durch die Neustadt organisiert, die besonders den ausländischen Gästen gefielen: „Eine sehr gute Freundin von mir studiert Internationale Beziehungen in Dresden und hat mich eingeladen, mitzumachen. Die Erfahrung ist toll und die Stadt einfach nur schön!“, zeigte sich die Jurastudentin Martina Zanna aus Florenz begeistert. Ein Highlight der Woche war auch für sie die Ballnacht im Hotel Dormero am Wasaplatz. Traditionell fand der elbMUN-Ball in den vergangenen Jahren eigentlich im Ballhaus Watzke statt. In diesem Jahr jedoch wurde diese Option aufgrund des Auftritts von AfD-Politiker Björn Höcke im Januar dort verworfen. Neben den Schwerpunkten auf der sozialen und politischen Komponente der Konferenz wurde darüber hinaus das Thema Nachhaltigkeit groß geschrieben: Die komplette Verpflegung aller Teilnehmer war regional und vegan, es wurde so wenig Papier wie nur möglich verwendet. „Viele Teilnehmer reisen mit dem Flugzeug an. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, die CO2-Bilanz so niedrig wie möglich zu halten“ erklärte Hanna Bollmann, Leiterin des Logistik-Teams.

Nakul Nitin Gote aus Indien, angehender Doktorand in Stadtplanung in Dresden, war nach der Abschlusszeremonie am Freitagnachmittag begeistert: „Für mich war es eine großartige Gelegenheit, die Weltanschauung der vielleicht zukünftigen Diplomaten Deutschlands kennenzulernen und mehr über die Haltungen der verschiedenen Länder zu erfahren. Die zukünftige deutsche Diplomatie ist in guten Händen“, betonte er abschließend mit einem Lachen.

Von Aaron Wörz

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