Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Schüler pflanzen Blumenzwiebeln auf dem Johannisfriedhof
Dresden Lokales Schüler pflanzen Blumenzwiebeln auf dem Johannisfriedhof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:36 12.11.2015
Schüler der 88. Oberschule pflanzten mit Beatrice Teichmann von der Friedhofsverwaltung 3734 Tulpenzwiebeln. Quelle: Romy Leimer
Anzeige
Dresden

"3734 Tote. Das geht oft so schnell über die Lippen, ohne eine Vorstellung davon zu haben, was eigentlich dahinter steht", erklärt Beatrice Teichmann.

Die Friedhofsverwalterin möchte, dass die Besucher eine bessere Vorstellung von dieser Zahl haben. Aus diesem Grund pflanzten am Mittwoch 13 Schüler der neunten Klasse der 88. Oberschule "Am Pillnitzer Elbhang" insgesamt 3734 Wildtulpen. Eine Blume für jeden, der Opfer der Bomben wurde. Die Ostsächsische Sparkasse spendete das Geld für die Tulpenzwiebeln. Die Pflanzaktion fand im Rahmen eines langjährigen Projektes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Schule und der Friedhofsverwaltung statt. Seit 2013 lernen die Schüler auf diesem Weg auch die tragischen Kapitel der Stadtgeschichte kennen. Im Vorfeld recherchierten beispielsweise Schüler der Oberschule über die Ereignisse, um eine Informationstafel an den Gräbern zu gestalten.

Darüber hinaus leisten die Schüler einen Beitrag zur Erinnerungskultur ihrer Heimatstadt. Durch die Visualisierung einer schwer zu fassenden Zahl wird den anderen Dresdnern das Thema näher gebracht. Im Frühjahr können sich dann die Besucher des Johannisfriedhofes davon selbst überzeugen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mehr als 1700 Stasi-Leute, 1200 Volkspolizisten und 500 Kampfgruppen-Mitglieder: Die Wiedereröffnung der Semperoper vor 30 Jahren war einer der größten Einsätze für die Sicherheitsorgane in Dresden.

12.11.2015

Das Museum der bedeutendsten zeitgenössischen Karten der Welt in San Francisco hat angefragt, ob es die vom Institut für Kartographie der TU Dresden für das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven hergestellte Karte der Antarktis in seine Sammlung aufnehmen kann.

12.11.2015

Das Investitionsprogramm für Schulen der Landeshauptstadt Dresden gerät ins Stocken. Der Stadt fehlen im Doppelhaushalt 2015/2016 insgesamt 10,4 Millionen Euro. Diese Zahlen nannte Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) auf Anfrage der DNN.

12.11.2015
Anzeige