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Lokales Schritt für Schritt zur Hafencity
Dresden Lokales Schritt für Schritt zur Hafencity
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08:34 26.01.2017
Siegerentwurf des Architekturbüros Rohdecan für die Hafencity.   Quelle: USD Immobilien GmbH
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Dresden

 Seit dem Hochwasser 2013 gibt es Streit um die Bebauung des Areals zwischen Elbe, Arzneimittelhersteller Menarini, Leipziger Straße und Puschkinplatz, wo neue Wohnviertel unter dem Namen Marina Garden und Hafencity entstehen sollten. In kleinen Schritten geht es nun voran.

Nachdem die USD Immobilien GmbH zunächst die Sanierung der alten Villa an der Leipziger Straße (einst Sitz von Melkus) in Angriff nahm, folgt jetzt der Bau eines „Kreativzentrums“. Das entsteht unmittelbar neben dem Grundstück des Arzneimittelherstellers Menarini.

Es handelt sich um vier miteinander verbundene vierstöckige Gebäude mit Ateliers, Büros u.ä.. Für diesen kleinen Teil der Hafencity bestand bereits Baurecht nach §34 Baugesetzbuch. Allerdings hatte Menarini von Heyden gegen die Baugenehmigung Widerspruch eingelegt, weil das Unternehmen Klagen wegen Lärms befürchtete und sich deshalb in der Existenz bedroht sah.

Nach einer Begehung vor Ort mit Vertretern des Oberverwaltungsgerichtes, von USD, Menarini und der Stadt am 11. Januar kam es schließlich zu einer Einigung. USD darf jetzt bauen und Menarini von 7 bis 22 Uhr 65 statt 60 Dezibel Lärm (gemessen an der Hauswand des Kreativzentrums) machen.

Für Jürgen Langer, Dresdner Werksleiter von Menarini, gehen die Alarmleuchten deswegen trotzdem noch nicht aus. Er wartet voller Spannung auf den Entwurf des Stadtplanungsamtes zum Bebauungsplan Nr. 357 B, Leipziger Straße/Neustädter Hafen und darauf, was nun wie auf dem übrigen Hafencitygelände gebaut werden darf.

Denn die Geschäfte laufen gut, Menarini fasse die Erweiterung der Produktion ins Auge. Und wenn dann in der Hafencity beispielsweise so hoch gebaut werde, dass der Schall über den viergeschossigen Riegel des Kreativzentrums hinaus eine Wohnnutzung beeinträchtigen könne, sei schon wieder Streit vorprogrammiert. Das und eine Einschränkung der Geschäftstätigkeit will Langer unbedingt vermeiden.

Wie die Hafencity aussehen könnte, hat das Architekturbüro Rohdecan bildlich gemacht. Das Büro gewann im Herbst 2016 das von USD initiierte Werkstattverfahren (DNN berichtete). Der Stadt dient der vom Gutachter- und Beratergremium empfohlene Siegerentwurf nun als Grundlage für die weitere Planung. Gegenwärtig werde dieser Entwurf im Zuge des weiteren Bebauungsplanverfahrens Nr. 357 B fortgeschrieben und als Gestaltungsplan einfließen. „Den Stadträten werden diese Unterlagen mit dem Offenlagebeschluss bzw. im weiteren Verfahren mit dem Satzungsbeschluss zur Entscheidung vorgelegt“, so die Stadt. Wann – darüber gab es auch am Mittwoch keine Auskunft.

Aber darüber, wie der Hochwasserschutz in der Hafencity gewährleistet werden soll: „Es ist geplant, das ...Gebiet so weit aufzuschütten, dass die Bebauung und die Straßenerschließung oberhalb des Wasserstandes liegt, der sich bei einem sogenannten 100 jährlichen Hochwasser mit einer Durchflussmenge von 4370 m3/s in diesem Bereich einstellt. Den elbseitigen Abschluss würde dann eine grüne Böschung bilden. In einem Teilabschnitt ist eine Stützmauer geplant, die einen elbseitigen Parkplatz abschließen soll.“

Am Donnerstag steht im Stadtrat erst einmal die Verlängerung der Veränderungssperre für das Gebiet auf dem Programm, auf dem ursprünglich Regine Töberich Marina Garden entstehen lassen wollte. Das sei nötig, weil der Bebauungsplan für dieses Areal nicht bis zum Ablauf der Veränderungssperre in Kraft treten werde, heißt es in der Begründung. „In enger Abstimmung mit den beteiligten Fachdisziplinen werden derzeit die für den Entwurf des Bebauungsplans notwendigen Planungsleistungen, Gutachten und Fachbeiträge erarbeitet“, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Von Catrin Steinbach

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