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Lokales Schon 192 Unterschriften unter Appell aus Dresden
Dresden Lokales Schon 192 Unterschriften unter Appell aus Dresden
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10:07 03.12.2015
Helga Färber Quelle: Norbert Neumann
Dresden

Helga Färber und Simone Lemmnitz aus Dresden haben im Oktober einen Aufruf verfasst. In dem fordern sie die Dresdner angesichts der Flüchtlingswelle auf, "dieser wohl größten Herausforderung seit Ende des 2. Weltkrieges... mit klarem Kopf und Anstand (zu) begegnen" und für die "abendländischen" Traditionen und Grundsätze einzustehen. "Behandle Flüchtlinge so, wie Du behandelt werden möchtest, wenn Du einmal fliehen müsstest!" (DNN berichtete).

Anlass, diesen Appell zu verfassen, waren für Helga Färber die Eindrücke, die sie selbst im Oktober bei zwei Pegida-Veranstaltungen in der Stadt gesammelt hat. "Die Atmosphäre, die Parolen, das Geschrei der Redner, die Aggressivität haben mich irritiert, geängstigt und empört", erzählte sie uns. Und dass sie sich als Dresdnerin dafür schäme, "in welch schlechtem Licht unsere Stadt dadurch überall erscheint. Denn auf der anderen Seite stehen nicht nur die im Verhältnis kleinen Gruppen, die in Gegendemonstrationen auf die Straße gehen, sondern Tausende, die wenig spektakulär in den Flüchtlingslagern, in Vereinen, in den Kirchgemeinden helfen."

Damit auch dieses Dresden stärker wahrgenommen wird, formulierten die beiden Dresdnerinnen unter der Überschrift "Dresden, besinne Dich! Dresden, empöre Dich!" besagten Appell und verschickten ihn per E-Mail bzw. per Post an Freunde, Bekannte und namhafte Persönlichkeiten mit der Bitte um Unterstützung.

Als die DNN unter der Überschrift "Ruf aus Dresden nicht Pegida überlassen" das erste Mal über diesen Appell informierte, hatte er 50 Unterstützer gefunden. Bis zum vergangenen Wochenende waren es bereits 192. Weil es noch keine offizielle Kontaktadresse gab, wandten sich mehrere Leser an die DNN. Alle Mails leiteten wir an Helga Färber weiter.

"Wir haben alle Zuschriften und E-Mails gesammelt, jedem Absender geschrieben", so Helga Färber, die sich über die vielen positiven Reaktionen freut. Doch das Ganze erreicht jetzt eine Dimension, die die beiden Verfasserinnen des Appells kaum noch alleine bewältigen. Dankbar nahmen sie deshalb das Angebot des Vereins "Dresden - Place to be!" an, sie zu unterstützen.

"Ich las in den DNN von dem Appell. Er spricht mir aus dem Herzen und entspricht dem Ziel unseres Vereins, die Willkommenskultur zu befördern", so die Vorsitzende Elisabeth Ehninger. Deshalb habe sie Helga Färber angeboten, den Aufruf mit auf die Homepage des Vereins zu stellen und die Möglichkeit zu schaffen, über den Verein Unterschriften zu sammeln.

Wer dem Aufruf "Dresden besinne Dich! Dresden empöre Dich!" von Helga Färber und Simone Lemmnitz ebenfalls seine Stimme geben möchte, kann dies also jetzt per E-Mail kund zu tun. Die Adresse lautet: demokratie.in.aktion@gmail.com. Dahinter steht der "Dresden-Place to be! e.V.". Wer lieber eine Postkarte oder einen Brief schreiben möchte, kann diesen an die Adresse: Dresden - Place to be e.V., Tatzberg 47, 01307 Dresden adressieren. In beiden Fällen den Betreff "Zustimmung Dresdner Appell" nicht vergessen!

Angesichts der furchtbaren Anschläge in Paris, zu denen sich der Islamische Staat bekannt hat, sieht Helga Färber keinen Grund, an dem Aufruf irgendetwas zu ändern. "Ein großer Teil der Flüchtlinge flieht ja eben gerade vor den Gräueltaten des islamischen Staates."

Catrin Steinbach

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