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Lokales Schokopack-Gebäude in Dobritz wird endlich saniert
Dresden Lokales Schokopack-Gebäude in Dobritz wird endlich saniert
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12:19 16.04.2017
So sehen die Pläne der MaiAG aus.  Quelle: MAIAG
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Dresden

 Eine der größten Ruinen der Stadt ist bald verschwunden – das ehemalige Schokopack-Hochhaus an der Breitscheidstraße 46 in Reick hat seit wenigen Wochen einen neuen Besitzer. Die millionenschwere itelligence AG aus Bielefeld will das denkmalgeschützte Gebäude in einen modernen Bürokomplex verwandeln. Einzig und allein die Baugenehmigung von Stadt und Denkmalamt fehlt noch.

„Die Verantwortlichen der itelligence AG haben vor gut sechs Wochen den Bauantrag eingereicht, noch bevor sie das Gebäude von uns erworben haben“, sagt Thomas Stern, Vorstand der Dresdner Maiag. Seine Unternehmensgruppe besaß die Immobilie mehr als sieben Jahre lang und scheiterte regelmäßig mit Nutzungskonzepten für das ehemalige Schokopack-Haus.

Aufgrund des gewerblich geprägten Umfelds hatte die Stadt jegliche Versuche, Wohnungen in dem Hochhaus zu etablieren, durch eine Bauverordnung abgeblockt. Das führte nicht nur zu regelmäßigen Auseinandersetzungen mit der Maiag, sondern auch zu einer erheblichen Verzögerung der Sanierung.

Mit der itelligence AG hat sich nun eine Firma gefunden, die in dem riesigen Gebäude eine gewerbliche Nutzung plant. Die Maiag ist dennoch mit an Bord. „In Abstimmung mit anderen Firmen werden wir die Sanierung betreiben“, so Stern. Laut dem Maiag-Vorstand zahlt die itelligence AG rund 20 Millionen Euro für die Immobilie samt anschließender Sanierung.

Die denkmalgeschützte Optik des DDR-Hauses soll auch zukünftig erhalten bleiben. Quelle: Visualisierung: MAIAG

„Wir sind froh, nach sieben Jahren endlich einen gelungenen Abschluss für das Objekt gefunden zu haben“, ergänzt Stern. Zu DDR-Zeiten residierte dort die Verwaltung des VEB Schokoladen- und Verpackungsmaschinen. Seit 1990 steht das Gebäude leer, aber unter Denkmalschutz.

Deshalb solle die markante Fassade auch in den Grundzügen erhalten werden, „nur etwas moderner“, so Stern. Auch eine stilechte Leuchtreklame auf dem Dach ist geplant. Hinter dem Gebäude soll ein campusartiger Park entstehen. Wenn der Bau wie geplant noch im Mai beginnen kann, soll die Sanierung bis zum Spätsommer 2018 abgeschlossen sein. Das Bauamt wartet derzeit noch auf die Stellungnahmen der zuständigen Fachämter. Zudem müsse der Bauherr noch weitere Unterlagen zum Brandschutz einreichen, so Stadtsprecher Karl Schuricht. Die itelligence AG beschäftigt derzeit etwa 6000 Mitarbeiter rund um den Globus und ist vor allem im SAP-Bereich für mittelständige Unternehmen beschäftigt. Auch in Dresden gibt es schon einen kleinen Standort an der Königsbrücker Straße. Kürzlich erfolgte die Übernahme der in Dresden und Bautzen ansässigen BIT.Group.

„Für die Zusammenführung und Weiterentwicklung am Standort Dresden brauchen wir größere Kapazitäten, deshalb haben wir uns für das Gebäude an der Breitscheidstraße entschieden“, so Frank Schwabe von der itelligence AG. Zukünftig sollen bis zu 550 Mitarbeiter auf der 9000 Quadratmeter großen Arbeitsfläche Platz finden. Man wolle zudem rund 60 neue Mitarbeiter für den neuen Standort einstellen, erklärte eine Unternehmenssprecherin.

Deshalb ist für den IT-Riesen der Ausbau des Schokopack-Hochhauses auch ein klares Bekenntnis zum Standort Dresden. „Unser neuer Firmensitz befindet sich in einer verkehrstechnisch günstigen Lage. Darüber hinaus bietet die Niederlassung Reserven für unser über 2018 hinaus geplantes Wachstum. Und letztendlich ist es ein Beitrag an die Stadt, eine weitere Industriebrache zu beseitigen und in ein attraktives Gebäude mit zugehörigem Campus zu verwandeln“, sagt itelligence-Vizepräsident Lars Janitz. Mit diesem Schritt werde man auch die Kooperationen mit Dresdner Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie mit Netzwerken wie Silicon Saxony weiter intensivieren.

Von Sebastian Burkhardt

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