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Lokales Schokoladenmädchen ist die Auserwählte
Dresden Lokales Schokoladenmädchen ist die Auserwählte
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07:41 25.04.2018
Schokoladenmädchen präsentiert das Schokoladenmädchen. Quelle: Michael Feindura
Dresden

 Am 28. und 29. April starten die sächsischen Gärtnereien mit einem verkaufsoffenen Wochenende in die Beet- und Balkonpflanzensaison. Die Aktion „Blühendes Sachsen“ findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Rund 100 Gärtnereien und Baumschulen machen in ganz Sachsen mit. Veranstalter der Aktion ist der Landesverband Gartenbau Sachsen (LGS), der vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft unterstützt wird.

Zum 12. Mal steht eine „Pflanze des Jahres“ im Mittelpunkt der Aktion. Diesmal ist es eine Pelargonienneuzüchtung aus dem Hause Elsner. Das Dresdner Unternehmen – 1889 von Wilhelm Elsner in Tolkewitz gegründet – genießt für seine Zierpflanzenzüchtungen, mit denen es der harten Konkurrenz seit Jahrzehnten Paroli bietet, weltweit einen guten Ruf.

Das Schokoladenmädchen präsentiert die Pelargonie "Schokoladenmädchen". Quelle: LVGB

Die Jury, die alljährlich die „Pflanze des Jahres“ kürt, überzeugte die Pelargonium zonale-Sorte ‘pac Chocolate Cherry’. Sie wird jetzt unter dem Namen „Schokoladenmädchen“ vermarktet. Durch ihre „einzigartigen kirsch-korallenfarbenen, halb gefüllten Blüten“ und vor allem durch „die ausgeprägten schokoladenfarbigen Zonen der Laubblätter“ hebe sich die neue Sorte vom schier unüberschaubaren Pelargoniensortiment ab, begründet der Landesverband Gartenbau seine Entscheidung.

Pelargonien sind hart im Nehmen

„Die einzelnen Blütendolden sind etwas kleiner als bei manch anderer Pelargoniensorte. Dafür erscheinen sie sehr zahlreich auf den dichten, buschig wachsenden Pflanzen“, so Beate Kollatz. Die Referentin Zierpflanzenanbau des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ist Sachsens Balkonblumentesterin.

Sie empfiehlt einen vollsonnigen Standort für das Schokoladenmädchen. Zudem sollte vier bis sechs Wochen nach dem Einpflanzen in Topf oder Kasten mit dem regelmäßigen Düngen begonnen werden – sofern kein Langzeitdünger eingebracht wurde. Pelargonien sind hart im Nehmen und tolerieren es, wenn sie zeitweise etwas trockener stehen. Aber es seien keine Wüstenpflanzen, warnt die Balkonblumenfachfrau. Regelmäßiges Gießen sei wichtig – ohne die Pflanzen zu ertränken. „Je besser die Pflanze gepflegt wird, um so üppiger blüht sie.“

Sommerliche Hitze beeinträchtige die Blühfreude der Pflanzen nicht. Regenschauer dagegen würden die einzelnen Blütenblätter verkleben, hat Beate Kollatz beobachtet. Verregnete und auch verblühte Blütenstände sollte man regelmäßig entfernen, denn so bilde die Pflanze schneller neue Blütenknospen, so der Tipp der Expertin. „Generell sollte man alle halbgefüllt oder gefüllt blühenden Pelargonien ausputzen. Die Pflanzen sehen besser aus, die Nachblüte wird gefördert. Bei einfach blühenden Sorten rieseln die Blütenblättchen dagegen von selbst ab.“

Von Catrin Steinbach

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