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Lokales Schnelle Hilfe für gefährliche Brüstungen auf der Dresdner Augustusbrücke
Dresden Lokales Schnelle Hilfe für gefährliche Brüstungen auf der Dresdner Augustusbrücke
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15:20 26.04.2016
Auf der Augustusbrücke müssen die Brüstungen provisorisch gesichert werden. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Der Zustand der Augustusbrücke, die ab Anfang nächsten Jahres saniert werden soll, ist schlechter als bisher bekannt war. Brüstungsteile drohen abzustürzen, an zwei Pfeilern sind Steine gebrochen. Das entdeckten Fachleute im März bei einer Brückenprüfung. Die Stadt musste handeln und es musste schnell gehen. Nun werden die absturzgefährten Teile provisorisch gesichert.

Besonders in Gefahr sind Sandsteinkonsolen an Brückenpfeilern. Sie befinden sich stromab am dritten Pfeiler aus Richtung Altstadt und auf der stromauf liegenden Brückenseite am vierten Pfeiler. Brechen Steine aus den Konsolen heraus, könnten Teile der Brückenbrüstungen abstürzen, es droht Gefahr für die Schiffe auf der Bundeswasserstraße.

Bei der Brückensicherung werden jetzt Drahtnetze gespannt, die die Steine halten sollen. Ähnlich wir an gefährlichen Hängen werden sie über die Steine gespannt. Das übernimmt die Firma Jähnig Felssicherung aus dem Tharandter Ortsteil Dorfhain. Die Bauleute mussten zunächst die Fußwege an den betreffenden Pfeilern zurückbauen. Dazu wurden die Granitplatten abgehoben. Danach werden so genannte Anker gesetzt, die später die Drahtnetze halten. Diese Arbeiten sollen insgesamt zwei Tage lang dauern. In einem weiteren Arbeitsschritt werden später die Netze gespannt, teilte die Stadtverwaltung mit.

Die Brückenprüfung im März hat ergeben, dass der Zustand der Augustusbrücke schlechter ist als bislang bekannt. Nun müssen Teile der Brüstungen provisorisch gesichert werden.

Die betreffenden Fußwegabschnitte sind vorübergehend gesperrt. Die Stadt teilte aber mit, dass stets neben den Baustellen Platz sein soll für Fußgänger. Was die Arbeiten kosten, konnten die Verantwortlichen noch nicht beziffen.

Die Augustusbrücke ist in ihrer jetzigen Form 106 Jahre alt. Schon 2008 mussten mehrere Aussichtsplattformen gesperrt werden, weil die Brüstungen nicht mehr standsicher waren. Im März des vergangenen Jahres wurde schließlich die Brüstung des dritten Pfeilers abgetragen. Sie war so schwer beschädigt, dass sich nicht erhalten werden konnte. Seitdem ersetzt ein einfacher Zaun die Sandsteinbrüstung. Für die Arbeiten musste die Elbe damals vorübergehend gesperrt werden.

Die Sanierung der Brücke soll zwei Jahre dauern. Dabei wird der gesamte Überbau der Pfeiler erneuert, einschließlich der Sandsteinbrüstungen. Ein Brückenbogen, der über das Käthe-Kollwitz-Ufer, muss dabei abgerissen und komplett neu aufgebaut werden.

Von Christoph Springer

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