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Lokales Schneemaschinen laufen auf Hochtouren
Dresden Lokales Schneemaschinen laufen auf Hochtouren
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08:34 07.12.2018
Der Winter ist gekommen: Auf dem Flughafen hat die Schneeproduktion für den Ski-Weltcup begonnen. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

„Snow Factory“ steht auf dem Container vor der Halle auf dem Flughafengelände. Auf der einen Seite wird warme Luft herausgepustet. Auf der anderen führt ein Schlauch in die Halle. Der Schlauch transportiert kleine weiße Kristalle: Kunstschnee. Die Schneeproduktion für den Ski-Weltcup am 12. und 13. Januar 2019 am Flughafen in Klotzsche ist angelaufen.

Zwei Schneekanonen sind laut den Organisatoren René Kindermann und Torsten Püschel 20 Stunden am Tag im Einsatz. 4000 Kubikmeter Schnee werden für die Strecke am Königsufer benötigt. Eine Maschine hat einen Ausstoß von 4,5 Kubikmetern pro Stunde, so dass 180 Kubikmeter Weiß pro Tag entstehen. Das Wasser kommt aus den Regenrückhaltesystemen des Flughafens, betonen die Veranstalter, der Strom sei zu 100 Prozent grün und komme von der Drewag.

„Wir haben genug Reserven“, so Kindermann, zumal es ja durchaus auch im Tiefland mal schneien könnte. Dann würde das Schneelager zusätzlich mit dem unbehandelten Schnee gefüllt, den die Schneepflüge vom Vorfeld des Flughafens räumen. Am Donnerstag, 10. Januar, sollen die Lkws rollen und den Schnee von Klotzsche zum Elbufer bringen, kündigte Püschel an. Zusätzliche Lieferungen aus dem Erzgebirge seien nicht geplant. Die Veranstalter seien mit der Stadt im Gespräch, der Abrieb von Dresdner Kunsteisflächen könnte guten Kunstschnee abgeben. „Das wäre für uns ein zusätzlicher Puffer“, so Püschel

Am 6. Januar gibt es zum Reisetag am Flughafen schon mal einen Vorgeschmack auf den Ski-Weltcup: Beim Flughafensprint werden die Athleten eine 100 Meter lange Strecke direkt auf dem Rollfeld absolvieren, so Kindermann.

Eine Woche später wird es am Elbufer ernst, werden Sportler aus 20 Nationen um die Siegertrophäen ringen. Mit dabei sind traditionelle Ski-Nationen wie Norwegen, Schweden oder Slowenien, aber auch China, die USA oder Italien werden Teams schicken. Deutschland reist mit einem Tross von 50 Personen an, so Kindermann, Norwegen habe eine 40-köpfige Delegation angekündigt.

Die Arena wird rund 4000 Besucher fassen, der Vorverkauf laufe zufriedenstellend, so die Veranstalter. „Wir sind bei rund einem Drittel der Karten, die wir im vergangenen Jahr verkauft haben und hoffen nach dem warmen November jetzt auf einen Schub“, erklärte Kindermann.

Fotorückblick: 2018 durfte Jedermann die Strecke nutzen

Nach Ski Weltcup und Sachsencup öffnete die Langlaufstrecke am Elbufer am Sonntag offiziell für alle. Beim „Skifahren für jedermann“ probierten gut hundert Dresdner den Kunstschnee auf der 1,4 Kilometer langen Strecke zwischen dem Japanischem Palais und der Carolabrücke aus.

1,2 Millionen Euro betrage der Etat für den Ski-Weltcup. Im Mai habe der Internationale Skiverband mitgeteilt, dass die zentrale Vermarktung eingestellt sei, so dass ein Teil des Etats weggebrochen war. „Uns ist es gelungen, tolle Partner zu finden und den Verlust auszugleichen. Darauf sind wir durchaus stolz“, so die beiden Veranstalter.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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