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Lokales „Schmerz – eine Leidenschaft der Seele?“
Dresden Lokales „Schmerz – eine Leidenschaft der Seele?“
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14:14 09.04.2018
Rückenschmerzen – nur eine Form des Schmerzes, die zur dauerhaften Qual werden kann. Quelle: dpa/Arno Burgi
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Dresden

„Was ist Schmerz?“ – Diese Frage soll am Mittwoch, den 11. April, um 19 Uhr bei der Auftaktveranstaltung der Reihe „Schmerz - eine Leidenschaft der Seele?“ im Deutschen Hygienemuseum (Lingnerplatz 1) beantwortet werden.

Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, Herzschmerz, Trennungsschmerz, Weltschmerz und mitunter auch der Phantomschmerz - was als Schmerz beschrieben wird, ist äußerst vielfältig. Nicht immer kann der Auslöser jenes „unangenehmen Sinnes- und Gefühlserlebnisses“, als das der Schmerz definiert wird, klar erkannt und behandelt werden und mitunter ist die Schmerzempfindung auch nicht zeitlich begrenzt, sondern wird als chronisches Leiden zu einer eigenständigen Erkrankung. Lassen sich diese unterschiedlichen Aspekte dann überhaupt in einer Definition des Phänomens „Schmerz“ unterbringen?

Der Neurophysiologe Rolf-Detlef Treede und der Schmerzpsychologe Peter Mattenklodt versuchen dies. Das komplexe Geschehen der Entstehung, Weiterleitung, Wahrnehmung und Verarbeitung von Schmerz soll aus physiologischer und psychosozialer Perspektive beschrieben werden. Durch eine immer bessere Kenntnis der Vorgänge in unserem Nervensystem ist die Physiologie des Schmerzes heute bereits sehr gut erforscht. Doch es bleibt dabei, das subjektive Schmerzempfinden ist nur sehr schwer zu objektivieren. Schmerz ist das, was der Betroffene fühlt und beschreibt. Die individuelle Schmerztoleranz und -wahrnehmung wiederum hängt in hohem Maße von sozialen und psychologischen Faktoren ab, die bei einer Bestimmung dessen, was „Schmerz“ ist, neben die physiologischen Erklärungsansätze treten müssen.

Die Veranstaltungsreihe „Schmerz - eine Leidenschaft der Seele?“ findet in Kooperation mit dem Universitäts-Schmerz-Centrum des Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und dem Deutschen Hygiene-Museum statt. Der Eintritt zur Auftaktveranstaltung ist frei.

Von aml

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