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Lokales Schloss Albrechtsberg erhält Sandsteinterrasse – Sanierung des römischen Bads stockt
Dresden Lokales Schloss Albrechtsberg erhält Sandsteinterrasse – Sanierung des römischen Bads stockt
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11:01 11.05.2018
Das Römische Bad unterhalb von Schloss Albrechtsberg ist ein Schandfleck. Der Stadt fehlt für eine Sanierung das Geld. Quelle: Sebastian Kahnert
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Dresden

160 Jahre altes Schloss – ganz neue Terrasse: Die Gäste von Schloss Albrechtsberg am Loschwitzer Elbhang können in ihren festlichen Schuhen künftig über feste Sandsteinplatten schreiten, statt wie bisher über sandigen Untergrund. Der Sand war nicht nur ein Problem für die Schleppen der Bräute, die in dem Anwesen ihre Vermählung feierten, sondern auch für das Schloss selbst. Durch die dreckigen Schuhe der Gäste, wurde der Holzboden im Inneren in Mitleidenschaft gezogen.

Das römische Bad ist ein Schandfleck

„Rund 230.000 Euro hat die Sanierung gekostet“, sagt Ulrich Finger, der als Geschäftsführer der Messe Betreiber von Schloss Albrechtsberg ist. Im Oktober des vergangenen Jahres begannen die Arbeiten und wurden nun pünktlich zur Sommersaison abgeschlossen. Noch gebe es freie Termine außerhalb der Wochenenden für Veranstaltungen, berichtet Finger.

Schlossherr Ulrich Finger nimmt auf der frisch sanierten Sandsteinterrasse von Schloss Albrechtsberg Platz Quelle: Anja Schneider

Die letzte Restaurierungswelle liegt schon einige Jahre zurück. In der DDR wurde das Schloss unter anderem als „Pionierpalast“ genutzt und nach der Wende 1990 saniert. Aktuell gehen die Arbeiten am sogenannten „Lederzimmer“ weiter. Auch das Parkett im Ostflügel muss überarbeitet werden, genau wie das „Schlafzimmer der Dame“.

Wer den Blick von der neuen Südterrasse des Schlosses schweifen lässt, erblickt die Häuser der Johannstadt, die Wohntürme im Dresdner Süden, die barocke Altstadt und das vor sich hin gammeldende Römische Bad. „Noch ist es ein Schandfleck“, sagt Ulrich Finger über die einst höchste Fontäne der Stadt und das spätere Plansch-Bad für Kinder.

Die Sanierung von Schulen, Kitas und Straßen hat Vorrang

Doch er hat Hoffnung dass es 2019 mit der Sanierung weitergeht. Während der Messe das Schloss gehört, ist der Hang unterhalb im Besitz der Stadt. Nachdem die Stadt bereits mit der Sanierung begonnen hatte, fehlen aktuell die Gelder. Finger ist aber zuversichtlich, dass das römische Bad im kommenden Doppelhaushalt für 2019 berücksichtig werden könnte.

„Bisher wurden rund 1,6 Millionen Euro in die Sanierung investiert“, teilt der Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften auf DNN-Anfrage mit. Mit dem Geld wurden der Portikus und die Freitreppe saniert. Aktuell ist das Areal abgesperrt, denn es fehlt noch die Sanierung der westlichen Freitreppe, der vielen Mauern und Säulen an sich sowie die Rekonstruktion der historischen Wasser- und Gartenanlage.

Die Bauzustandsanalyse von 2016 schätzt die Kosten dafür auf rund 3,1 Millionen Euro. Die Sanierung des Kulturdenkmals musste stoppen, da nach Aussage der Stadt Schulen, Kitas und Straßen Vorrang vor dem Römischen Bad hatten. Endgültig entscheidet die Stadt den neuen Doppelhaushalt im November diesen Jahres.

Von Tomke Giedigkeit

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