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Lokales Schauspielerin Michaela May im Interview: "Wir sind stärker als Pegida!"
Dresden Lokales Schauspielerin Michaela May im Interview: "Wir sind stärker als Pegida!"
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10:21 13.11.2015
Schauspieler Michaela May wirbt in Dresden für eine neue Impfung gegen Pneumokokken, die Lungenentzündungen verursachen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Eine Lungenentzündung ist eine schwere Krankheit. Gerade bei älteren Menschen kann sie tödlich enden. Die Schauspielerin Michaela May, bekannt aus den Fernsehserien "Polizeiruf" und "Bergdoktor", engagiert sich für einen neue Impfung gegen Pneumokokken.

Warum werben Sie für diese Impfung?

Michaela May: Ich engagiere mich seit über 20 Jahren im Kampf gegen die Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose, hier hat die Medizin viel erreicht und die Lebenserwartung der Betroffenen von bisher um die 27 Jahre lag auf beinahe 50 erhöht. In diesem Zusammenhang weiß ich, dass die Lunge neben dem Herzen das wichtigste Organ ist. Daher setze ich mich dafür ein, dass sich Menschen über 60 Jahre gegen Pneumokokken impfen lassen. Dieser bakterielle Erreger ist einer der wichtigsten Ursachen für eine Lungenentzündung.

Wer sollte sich impfen lassen?

Empfohlen wird die Impfung für Menschen ab 60 Jahren, da ab diesem Alter das Immunsystem langsam nachlässt. Außerdem raten die Ärzte Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herzleiden oder Asthma zur Spritze. Für Patienten ab 60 bezahlt die Krankenkasse die Impfung. Es ist möglich, die Impfung parallel mit der Grippeimpfung durchzuführen.

Wie halten Sie sich fit für ihren Beruf?

Ich esse viel frisches Obst und Gemüse und mache Yoga. Einen kranken Schauspieler gibt es nicht. Krank ist man als Actrice nur, wenn man einen gebrochenen Rücken oder so hat. Sollte ich mal eine Erkältung oder Ähnliches haben, lutsche ich Salbei-Bonbons und lasse mir vom Arzt eine Calcium-Infusion verpassen. Danach ist der Hals wieder frei.

Welche Projekte stehen bei Ihnen gerade an?

Derzeit läuft noch mein Kinofilm "Familienfest" u.a. mit Hannelore Elsner und Jördis Triebel. Außerdem zeigt das ZDF am 14. November die Episode "Herzensbrecher - Vater von vier Söhnen", der sich mit der sehr aktuellen Debatte um die Sterbehilfe befasst. Außerdem stehe ich noch bis März im Berliner Schlossparktheater in der Inszenierung "Rose und ihr hilfreicher Geist" auf der Bühne.

Sie sind für diesen Termin nach Dresden gekommen. Hatten Sie aufgrund der Nachrichtenlage um Pegida Bedenken?

Ich kann mir gut vorstellen, dass es gerade alles andere als einfach ist, hier zu leben. Es macht Angst, wie sich Pegida entwickelt. Doch es ist wichtig, sich vehement dagegen zu stellen. Ich demonstriere regelmäßig in München mit gegen Pegida, um zu zeigen, wir sind stärker als ihr. Wir sind in der Pflicht, Gastfreundlichkeit zu zeigen und allen offen gegenüber zu sein und auch zu teilen.

julia vollmer

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