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Lokales Schandfleck am Fetscherplatz verschwindet
Dresden Lokales Schandfleck am Fetscherplatz verschwindet
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17:23 04.11.2016
So könnte ein Neubau in unmittelbarer Nähe des Fetscherplatzes aussehen. Quelle: Foto: Archiv
Dresden

Die Bagger sind angerückt, der Abriss hat begonnen. Ein Schandfleck in unmittelbarer Nähe zum Fetscherplatz verschwindet in den nächsten Wochen. Der börsennotierte Immobilienkonzern Vonovia lässt den Plattenbaublock Nicolaistraße 7 bis 15 mit insgesamt 60 Wohnungen bis zum Ende des Jahres verschwinden, wie Unternehmenssprecherin Bettina Benner gegenüber den DNN ankündigte.

Das Gebäude steht bereits über sieben Jahre leer, 2009 zogen die letzten Mieter aus den Wohnungen aus. Danach wurde der Block entkernt, doch der Abriss ließ lange auf sich warten. Bereits 2014 kündigte Thomas Zinnöcker, Vorstandsvorsitzender der Gagfah, einen Neubau anstelle des Plattenbaus in der Nicolaistraße an. Nun knüpft Vonovia, aus der Fusion von Deutscher Annington und Gagfah hervorgegangen, an diese Pläne an. „Die Abstimmungen mit dem Stadtplanungsamt laufen, der früheste Baustart ist für 2018 vorgesehen“, so Benner.

Die Vonovia will anstelle des abgerissenen Gebäudes sowie auf angrenzenden Flächen, auf denen früher auch Plattenbauten gestanden haben, ein neues Stadtquartier errichten. Dafür hat der Immobilienkonzern einen Ideenwettbewerb unter Architekturstudenten der TU Dresden veranstaltet. Gesucht waren städtebauliche Lösungen für das Grundstück zwischen der Nicolaistraße und der Striesener Straße gegenüber der ADAC-Geschäftsstelle.

Die Studenten untersuchten den westlichen Bereich des Fetscherplatzes hinsichtlich einer möglichen Bebauung und sollten Vorschläge zur Struktur des Stadtquartiers unterbreiten. Dabei sollte es um Stadtreparatur gehen, da die städtebauliche Situation am Fetscherplatz ungeklärt ist, wie Professor Carsten Lorenzen von der TU erklärte. „Der Fetscherplatz ist eine offene Wunde in der Stadt.“

Als Baumaterial will die Vonovia vor allem Holz verwenden. Ziel ist es laut Benner, Mietwohnungen im preiswerten Bereich zu errichten. Der Wettbewerb habe einen Diskussionsprozess in Gang gesetzt. Wie die Neubauten einmal aussehen und wieviele Wohnungen genau entstehen werden, sei nun Gegenstand eines weiteren Abstimmungs- und Planungsprozesses.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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