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Sanierungsprogramm: Gagfah-Millionen fließen in Dresdner Schulen

Sanierungsprogramm: Gagfah-Millionen fließen in Dresdner Schulen

Die Stadt investiert die neuen Gagfah-Millionen in die Sanierung von Schulen. Das teilte Stadtsprecher Kai Schulz auf Anfrage der DNN mit. Im März 2012 hatte der Stadtrat einen Vergleich mit dem Immobilienriesen Gagfah abgeschlossen, der bis 2020 eine jährliche Zahlung von vier Millionen Euro an die Landeshauptstadt vorsieht.

40 Prozent des Geldes müssen in soziale Projekte gesteckt werden, heißt es in dem Vergleich.

Laut Schulz hat die Stadt die erste Rate als zusätzliche Eigenmittel in den Haushalt eingebucht. Damit habe die Landeshauptstadt die Sanierung von drei Schulen in Stadtteilen mit einem hohen Anteil an Gagfah-Wohnungen in Angriff nehmen können. Diese Schulen seien zusätzlich in den Haushalt für 2012 aufgenommen worden. Da das Geld im vergangenen Jahr nicht verbaut werden konnte, sei es als Budget-Rest auf dieses Jahr übertragen worden.

Wohnungsunternehmen würde gern Vorschläge machen

Die 102. Grundschule "Johanna" in der Pfotenhauerstraße soll für 2,8 Millionen Euro energetisch saniert werden und neues Dach, Fassade und Fenster erhalten. Eine energetische Sanierung der 129. Grundschule am Otto-Dix-Ring in Reick ist ebenfalls mit den Gagfah-Millionen vorgesehen. Hier geht es um Fenster und Fassade sowie die Erneuerung des Sanitärtraktes für 2,19 Millionen Euro. Schließlich finanziert die Gagfah den Austausch der Fenster an der 128. Mittelschule am Rudolf-Bergander-Ring in Reick mit 200 000 Euro, informierte Schulz.

Laut dem Stadtsprecher wurde das Geld von den Fraktionen verplant, die für den Haushalt gestimmt haben. Es gab kein eigenes Gremium, das die Verteilung der zusätzlichen Mittel zu entscheiden hatte. "Wir haben die Gagfah-Millionen etwas aus den Augen verloren", ärgerte sich eine Stadträtin. 1,6 Millionen Euro für soziale Projekte seien eine stolze Summe, mit der vielen Initiativen hätte geholfen werden können. "Jetzt fließt das Geld in die Renovierung von Schulen. Das ist nicht verwerflich, aber trifft nicht ganz die Intention des Vergleichs", meint sie und kündigt für die nächsten Jahre eine intensivere Kontrolle an.

Dirk Schmitt, Kommunikationsdirektor der Gagfah, erklärte, dass der Konzern kein Mitspracherecht bei der Verteilung seiner Millionen hat. "Wir würden aber gerne Vorschläge unterbreiten, wohin das Geld fließen könnte und sind zu Gesprächen mit der Stadt bereit", erklärte er auf Anfrage.

Die Stadt hatte 2011 die Gagfah auf eine Vertragsstrafe von einer Milliarde Euro verklagt, weil der Konzern gegen den Kaufvertrag für die rund 48 000 städtischen Wohnungen verstoßen habe. Schließlich wurde die Auseinandersetzung aber mit dem Vergleich beigelegt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.11.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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