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Lokales Sanierung des Mary-Wigman-Hauses wird zum Fass ohne Boden
Dresden Lokales Sanierung des Mary-Wigman-Hauses wird zum Fass ohne Boden
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13:34 04.08.2017
Dresden

Herber Dämpfer für die Pläne der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit (RGR), eine Probenstätte der freien Szene in Tanz und Darstellender Kunst in der Bautzner Straße 107 zu etablieren. Die Sanierung des dafür vorgesehenen Gebäudes ist laut Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) finanziell für die Stadt nicht zu leisten.

Die Fraktionen von Bündnis 90/die Grünen, Die Linke und SPD wollen Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) per Stadtratsantrag damit beauftragen, das Grundstück auf der Bautzner Straße vom Freistaat Sachsen zu erwerben. Es handelt sich um das ehemalige Wohnhaus und die Tanzschule von Mary Wigman, einer Pionierin des deutschen Ausdruckstanzes. Am 17. August soll der Stadtrat über den Kauf entscheiden.

Das Gebäude wurde bis Mai als Probenstätte für die Staatstheater genutzt. Nun steht es zum Verkauf, der Freistaat bietet die Liegenschaft zu einem Preis von 290 000 Euro der Landeshauptstadt an. Der Verkehrswert liegt mit rund 600 000 Euro deutlich höher. Doch das vermeintliche Schnäppchen entpuppt sich als Fass ohne Boden, weil laut Baubürgermeister die Sanierung zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Euro kostet. Unter anderem regne es in das Gebäude hinein. Laut Schmidt-Lamontain sind Mittel in dieser Größenordnung im Haushalt nicht eingeplant. Er sehe auch keine Möglichkeit, die Sanierungskosten auf einen künftigen Nutzer umzulegen.

Torsten Schulze, Stadtrat für die Grünen, spricht sich dennoch für einen Kauf des Gebäudes aus. Die Verwaltung sollte alle Möglichkeiten prüfen, die Probenstätte zu etablieren. So käme unter anderem ein Erbbaupachtvertrag mit dem Mary-Wigman-Verein in Betracht, der das Gebäude dann auch mit Hilfe von Fördermitteln Schritt für Schritt sanieren könnte, erklärte Schulze. Am Dienstag ist ein Gespräch zwischen Kulturamt, Hochbauamt und Verein geplant, in dem das weitere Vorgehen abgestimmt werden soll.

Thomas Baumann-Hartwig

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