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Lokales Sanierung der 19. Grundschule „Am Jägerpark“ auf 2019 verschoben
Dresden Lokales Sanierung der 19. Grundschule „Am Jägerpark“ auf 2019 verschoben
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11:00 19.03.2018
Die Sanierung der 19. Grundschule „Am Jägerpark“ in der Radeberger Vorstadt verschiebt sich um ein Jahr. (Symbolfoto) Quelle: dpa-Zentralbild
Dresden

Die Sanierung der 19. Grundschule „Am Jägerpark“ in der Radeberger Vorstadt verschiebt sich um ein Jahr. Das gab Falk Schmidtgen, Leiter des Dresdner Schulverwaltungsamtes bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Neustadt bekannt. Der Grund dafür ist simpel: Die Schule soll für die geplante energetische Sanierung an die Luboldtstraße auf dem Weißen Hirsch ausgelagert werden. „Das ist aber erst ab Februar 2019 möglich“, sagt Schmidtgen.

Das Ziel: Barrierefreheit, Moderne, tolle Akustik

Die Alternative, eine Sanierung bei laufendem Schulbetrieb, habe Schulleiterin Martina Brandt nach ihren Erfahrungen bei der schon abgeschlossenen Brandschutzsanierung und der Erneuerung der Sanitäranlagen strikt abgelehnt.

Deshalb müssen die Grundschüler jetzt noch ein Jahr warten, „auch wenn es durch das ein oder andere Fenster zieht“, wie Schmidtgen sagt. Ulrike Caspary, bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Stadtratsfraktion, findet freilich drastischer Worte für die „unhaltbaren Zustände“ an der Schule. „Im Sommer gibt es keinen Hitzeschutz und im Winter werden auf Grund fehlender energetischer Isolierung teilweise keine 20 Grad erreicht“, klagt sie.

Im Zuge des rund 4,2 Millionen Euro teuren Vorhabens werden nicht nur die Fenster erneuert und die Wände gedämmt. Auch der Kellerbereich mit Schulspeisung soll komplett umgebaut und modernisiert, sowie Bodenbeläge erneuert und die Raumakustik optimiert werden, wie Caspary lobt. Zudem erhält das Schulgebäude durch einen Anbau mit Fahrstuhlschacht einen barrierefreien Zugang und einen neuen Eingangsbereich.

Wo finden sich freie Fahrrad-Stellplätze?

Die 15. Grundschule Dresden Quelle: Anja Schneider

Zwei weitere aktuelle Schulbauprojekte in der Äußeren Neustadt thematisierte Schmidtgen beim Ortsbeirat Neustadt. Derzeit sind die Gymnasiasten der Dreikönigschule in den neuen Schulcampus Tolkewitz ausgelagert, um einer langwierigen Sanierung Platz zu geben. In eines der drei Schulgebäude der Dreikönigschule, Haus B, wird die 15. Grundschule ab Ostern zwischenzeitlich ausgelagert, damit deren Schulgebäude an der Görlitzer Straße saniert werden kann

Dieses Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel hat einen großen Vorteil: „Die Grundschüler haben einen Ausweichort im Viertel“, wie Schmidtgen betont. Es bringt aber auch Probleme mit sich. So fragen sich derzeit die Eltern der Grundschüler, wo diese ihre Fahrräder an der Dreikönigschule abstellen können. Es gehe nicht um Versicherungsfragen sondern allein darum, freie Stellplätze zu finden, so eine Elternvertreterin im Ortsbeirat.

An der Grundschule gebe es eine Stellanlage für 150 Räder, die regelmäßig gut ausgelastet sei. Derzeit gibt es für dieses Problem noch keine Lösung, ebenso für den Platzmangel des Grundschulhorts am Ausweichstandort.

Eine weitere Frage treibt Schüler, Eltern und Lehrer der Dreikönigschule um. „Wie wird die Rückführung geregelt, wenn es Bauverzug geben sollte?“, fragt stellvertretend für sie Schulleiter Karsten Jonas. Bleiben die Gymnasiasten länger in Tolkewitz, wenn etwa das Haus A, wo im Keller ein neuer Speisesaal mit Mehrzweckraum entsteht, nicht rechtzeitig fertig wird? Oder die Grundschulsanierung länger dauert und die Schüler der 15. Grundschule deswegen länger in Haus B bleiben müssen.

Kinder wünschen sich begrünte Fassaden

Dazu gab Schmidtgen keine konkrete Antwort. Nur so viel sagte er: Erfahrungsgemäß sei es besser für die Schulgemeinschaft, wenn eine Schule nicht auf getrennte Gebäude verteilt wird. Bevor man diese Debatte jedoch anfange, solle man den Bauablauf abwarten. Sollten Probleme auftreten, werde man diese in Abhängigkeit mit Schulanmeldungszahlen und der erforderlichen Klassenbildung an den beteiligten Schulen und in Absprache mit den Schulleitungen klären.

Für alle drei Schulsanierungsvorhaben hat der Ortsbeirat Neustadt einem Antrag von Ortsbeirätin Ulla Wacker (Grüne) die Zustimmung gegeben. Sie hatte ausgehend von einem Projekt, bei dem Neustadtkinder zur politischen Einflussnahme auf ihren Stadtteil ermuntert wurden, einen der Wünsche der Kinder in Antragsform gegossen. Demnach soll nun bei den laufenden Sanierungsarbeiten geprüft werden, ob die Fassaden begrünt werden können. „In der dicht bebauten Neustadt fehlt es uns an Grün“, begründete Wacker.

Von Uwe Hofmann

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