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Lokales Sandsäcke für den guten Zweck: Dresdner Initiative „Alles Jute“ startet Produktion
Dresden Lokales Sandsäcke für den guten Zweck: Dresdner Initiative „Alles Jute“ startet Produktion
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17:52 09.09.2015
Micha und Ben (v.l.), zwei der Initiatoren, mit ihren Taschen. Quelle: Christin Grödel

Ab der kommenden Woche sollen die aus der Not geborenen modischen Accessoires dann im Internet, aber auch in kleineren Geschäften und Cafés der Neustadt verkauft werden.

So zum Beispiel in der Bar „Laika“ – sozusagen dem Geburtsort von „Alles Jute“. „Dort saßen wir zusammen und haben überlegt, wie wir während des Hochwassers helfen können. Dann kam uns die Idee, aus den übrig gebliebenen Sandsäcken Taschen zu machen“, beschreibt Ben, einer der Initiatoren. Mittlerweile hat sich die Truppe von vier Mitstreitern auf sieben vergrößert.

Und Arbeit gibt es genug, denn die Nachfrage ist immens – nicht nur von überregionalen Medien (mittlerweile hat selbst RTL an die Tür geklopft), sondern auch von potentiellen Kunden. „Mehr als 100 Vorbestellungen haben wir bereits“, sagt Micha, ebenfalls ein Initiator. 25 allein seien aus Nordrhein-Westfalen gekommen.

Was fehlt, sind genügend Säcke. „Alles Jute“ möchte zunächst 500 Taschen produzieren, 353 Säcke stehen dafür zur Verfügung. Den Rest muss das Team noch beschaffen. Und wenn die Nachfrage nach den 8,76 Euro teuren Beuteln so hoch bleibt wie bisher? „Die Aktion sollte von Anfang ein kleines Gimmick sein. Wir werden auf keinen Fall mehr als 876 Taschen produzieren“, kündigt Micha an.

Unterstützung bekommt „Alles Jute“ unter anderem von einer Firma, die die Gurte bereit gestellt haben, von freiwilligen Nähern, die sich über Facebook gemeldet haben, sowie vom Louisen Kombinaht, wo fleißig gewerkelt werden kann. Eine halbe Stunde dauert die Prozedur, bis eine Tasche fertig ist. Es gibt also ordentlich zu tun, aber „alles jut“.

Christin Grödel

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