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Samsung investiert 20 Millionen in Dresden

OLED-Firma Novaled Samsung investiert 20 Millionen in Dresden

Samsung investiert 20 Millionen Euro in Dresden, um seiner stetig wachsenden Organikelektronik-Tochter Novaled ein neues Hauptquartier zu verschaffen. Dafür lässt der südkoreanische Konzern die denkmalgeschützte „Alte Mühle“ der früheren Heeresbäckerei sanieren und um einen Neubau ergänzen

Die Visualisierung zeigt das geplante neue Technikum (vorn) und die dann umgebaute Alte Mühle. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP, 2.v.r.) stach gemeinsam mit der Novaled-Geschäftsleitung die ersten Spaten für den Neubau in den eisigen Boden.
 

Quelle: Visualisierung: Novaled

Dresden.  Samsung investiert 20 Millionen Euro in Dresden, um seiner stetig wachsenden Organikelektronik-Tochter Novaled ein neues Hauptquartier zu verschaffen. Dafür lässt der südkoreanische Konzern die denkmalgeschützte „Alte Mühle“ der früheren Heeresbäckerei sanieren und um einen Neubau ergänzen. Mitte 2018 soll Novaled aus dem Bioinnovationszentrum BioZ Dresden-Johannstadt in seinen neuen Stammsitz an der Elisabeth-Boer-Straße umziehen, kündigte Unternehmens-Sprecherin Anke Lemke an.

„Der neue Firmensitz in Dresden ist ein großer Meilenstein für Novaled und notwendige Basis, um den Wachstumskurs erfolgreich fortzusetzen“, betonte Novaled-Chef Gerd Günther. „Er ist auch ein Zeichen für eine gelungene Wirtschaftspolitik und nachhaltiges Wachstum in Sachsen, getragen von der Stadt Dresden, dem Land, der Universität und Wirtschaftspartnern.“

Die Investition gilt als ungewöhnlich deutliches Zeichen der Koreaner zum Standort Dresden – und zu den Erfolgen von Novaled. Die entstand 2001 als Ausgründung der TU Dresden und ist auf leistungssteigernde Materialien für organische Leuchtdioden (OLEDs) spezialisiert. Diese Dresdner Technologien stecken schon heute weltweit in zahlreichen Hightech-Produkten wie in den hauchdünnen OLED-Fernsehgeräten von LG und in den Spitzen-Smartphones von Samsung. Novaled-Knowhow steckt auch in den intelligenten Uhren von Apple, in den Leuchten ausgewählter Audi-TT-Modelle und bald wohl auch im nächsten iPhone von Apple.

Die starke Nachfrage schlägt sich im-Geschäft nieder: 2013 machte Novaled 29,8 Millionen Euro Umsatz, im Jahr 2015 waren es 52,3 Millionen Euro. Das Ergebnis für 2016 liegt noch nicht vor, wird indes wohl ähnlich wachstumsstark ausfallen. Noch immer aber residiert Novaled wie ein Jungunternehmen im Gründerzentrum BioZ am Tatzberg, blockiert dort letztlich Platz, der eigentlich für Startups gebraucht wird.

Bis gestern endlich der erste Spaten für ein eigenes Hauptquartier in den Boden gestochen werden konnte, hatte es immer wieder Verzögerungen gegeben. So ist die auserkorene Heeresbäckerei-Mühle eine denkmalgeschützte Ruine, die schon sehr verfallen ist. Auch hatten Umweltschützer auf die Fauna und Flora hingewiesen, die sich rund um die alte Mühle angesiedelt hat. Laut Lemke müssen aber nur zwei Bäume gefällt werden. Dafür werde man 13 neue Bäume pflanzen.

Die Mühle wird nun saniert und zum Bürogebäude umgebaut. Originale Teile wie eiserne Jugendstil-Säulen und die Getreideschütte wolle man integrieren, versprach Novaled. Neben der Mühle entsteht ein 110 Meter langer Neubau. Der enthält ein Technikum mit Forschungslaboren und Reinräumen. Ein Foyer mit Cafeteria verbindet dann Alt- und Neubau. Insgesamt sollen den 135 Novaled-Mitarbeitern 6160 Quadratmeter zur Verfügung stehen, um verfeinerte Dotierstoffe, aber auch ganz neue Materialien für noch bessere organische Leuchte und Elektronik zu entwickeln.

Von Heiko Weckbrodt

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