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Lokales Safer Internet Day am Dresdner Marie-Curie Gymnasium
Dresden Lokales Safer Internet Day am Dresdner Marie-Curie Gymnasium
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08:44 07.02.2018
Safer Internetday Marie-Curie Gymansium Dresden Jan Wittmann und Charlotta Klasse 7c des Marie Curie Gymnasiums Quelle: Anja Schneider
Dresden

Dass Selfies auf Bahnschienen keine gute Idee sind und die Aktion mitunter tödlich ausgehen kann, ist eigentlich keine Überraschung. Dennoch tauchen genau solche Bilder sowie dramatische Geschichten immer wieder im Internet auf. Charlotta (13) und Hannah (12) aus der 7. Klasse waren über solche Beispiele schockiert. Erzählt wurden sie von der Dresdner Polizei im Rahmen des diesjährigen „Safer Internet Days am Marie-Curie-Gymnasium. Zahlreiche Beamte war den gesamten Vormittag und frühen Nachmittag an der Schule und erklärten in verschiedenen Unterrichtseinheiten, welche Gefahren im Netz lauern. Die zentralen Themen des Tages waren Cybermobbing, digitaler Selbstschutz im Netz sowie mögliche Folgen bei Fehlverhalten in sozialen Medien, Stichwort Hasskommentare.

Kriminalhauptkommissar Torsten Beck vom Dezernat Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden fragte die Schüler nach der Followerzahl auf ihren virtuellen Profilen. 50? 100? Nur ganz wenige Hände gehen nach oben. Konkrete Fragen zu sozialen Profilen möchte keiner beantworten. Beck erlebt das nicht zum ersten Mal, ist dennoch immer wieder verwundert: „Ihr teilt Bilder und Aussagen mit Milliarden von Menschen, könnt aber nicht vor euren Mitschülern darüber sprechen?“. Eine politische Meinung zu haben, sei wichtig und auch notwendig, dennoch muss sie nach Ansicht von Beck nicht online geteilt werden. Themen wie das einfache Abfangen von Mails und Abhören von Telefonaten standen an diesem Tag auch auf dem etwas anderen Stundenplan der rund 900 Schüler.

Polizeipräsident Horst Kretzschmar will den jungen Menschen mit der Aktion klarmachen, dass die virtuelle Welt nicht nur schöne Seiten hat. „Das ständige Nutzen der Smartphones schärft zwar die Sinne Optik und Gehör, aber wie sich ein Blatt anfühlt oder wie eine Blüte aufgebaut ist, das wissen immer weniger Schüler“, gibt Kretzschmar zu denken. Natürlich sei der Fortschritt und Wissenserwerb durch die Digitalisierung nicht zu verteufeln, dennoch müsse man die jungen Leute auf die negativen Seiten aufmerksam machen.

Hannah, Charlotte und ihre Mitschülerinnen interessieren sich bisher hauptsächlich für Youtube. Facebook und Instagram sind (noch) uninteressant. Sie sind sich aber jetzt schon sicher: Ein Selbstporträt auf Bahngleisen kommt für sie nicht infrage.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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