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Sächsisches Staatsarchiv zeigt erstmals Luther-Schätze

Urkunden Sächsisches Staatsarchiv zeigt erstmals Luther-Schätze

Das Sächsische Staatsarchiv gibt bis zum 11. Januar 2018 Einblick in seine wertvollen Bestände zu Reformator Martin Luther (1483-1546). In der Ausstellung „Verbrannt? Luther, Herzog Georg und die Bannandrohungsbulle“ im Hauptstaatsarchiv sind 30 Handschriften und Dokumente teilweise erstmals überhaupt zu sehen.

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Das Sächsische Staatsarchiv

Quelle: Archiv

Dresden. Das Sächsische Staatsarchiv gibt bis zum 11. Januar 2018 Einblick in seine wertvollen Bestände zu Reformator Martin Luther (1483-1546). In der Ausstellung „Verbrannt? Luther, Herzog Georg und die Bannandrohungsbulle“ im Hauptstaatsarchiv sind 30 Handschriften und Dokumente teilweise erstmals überhaupt zu sehen. Dazu gehört ein neu entdeckter, zeitgenössischer Plakatdruck der berühmten päpstlichen Urkunde gegen Luther von 1521, der erst in Vorbereitung der Schau in den Beständen identifiziert wurde, wie Peter Wiegand vom Hauptstaatsarchiv am Mittwoch erklärte.

Die Urkunde, mit der Papst Leo X. den Reformator zum Widerruf seiner Lehren aufforderte, ist eine von drei erhaltenen handschriftlichen Originalen und eines der Schlüsseldokumente der Reformation. Sie stammt aus dem Besitz von Herzog Georg von Sachsen, einem der wichtigsten Gegner Luthers und wenigen Fürsten, die ein Exemplar bekamen. Das 85 mal 57 Zentimeter messende Pergament wurde am 15. Juni 1520 in der päpstlichen Kanzlei angefertigt und mit dessen Bleisiegel versehen.

Das Papier enthält 41 theologische Aussagen des Reformators, die der Papst als ketzerisch erklärte, und die Aufforderung zum Widerruf unter Androhung des Kirchenbanns. Luther verbrannte das auch als Druckkopie vielfach verbreitete Dokument am 10. Dezember 1520 in Wittenberg und vollzog öffentlich den Bruch mit der katholischen Kirche. Neben ihr sind Briefe des Herzogs Georg von Sachsen an den Reformator und dessen handschriftliche Reaktionen ausgestellt.

dpa

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