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Lokales Sächsische Landeszentrale lädt zum Streiten ein
Dresden Lokales Sächsische Landeszentrale lädt zum Streiten ein
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12:52 31.08.2018
Demonstrationen in Chemnitz Quelle: dpa
Dresden

Immer wieder sehen sich sächsische Bürger scharfer Kritik vom Rest der Bundesrepublik ausgesetzt. Besonders vergangene Woche steuerte dieses Gefühl auf seinen Höhepunkt zu. Denn Schlagzeilen aus Städten wie Chemnitz sorgten bundesweit immer wieder für Entrüstung und bestätigten scheinbar ein mal mehr, dass die Bevölkerung Sachsens generell zu kritisieren sei. Vor diesem Hintergrund scheint der ab dem 3. September stattfindender Online-Dialog der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) mit dem Thema „Sind die Sachsen so schlecht wie ihr Ruf?“ aktueller und dringlicher den je.

Denn der Online-Dialog lädt seine Teilnehmer dazu ein, sich genau mit diesem Sachverhalt kritisch auseinanderzusetzen. Als Ausgangspunkt für Diskussionen stehen unter www.lasst-uns-streiten.de neben etlichen Hintergrundinformationen auch die vier Thesen „In Sachsen wird Rechtsextremismus oft verharmlost“, „Die Sachsen haben zu hohe Erwartungen an den Staat“, „Die Sachsen sprechen offen aus, was viele in Deutschland nur denken“ und „Über Sachsen darf nur urteilen, wer auch hier geboren ist“ zur Verfügung, zu denen Nutzer Position beziehen und im folgenden mit anderen darüber diskutieren können.

Streitbar sind diese Aussagen ohne jeden Zweifel, aber zu diesem Zweck hat die SLpB den Online-Dialog im Jahr 2016 auch ins Leben gerufen. Denn oftmals befinden sich im Umfeld der Teilnehmer lediglich Menschen mit ähnlichen Sichtweisen, die deren Meinung dann verstärken. Anders auf der Plattform der SLpB. Hier stoßen Nutzer auf ein breites Spektrum an verschiedensten Ansichten, welches besonders im Dialog so wichtig ist. Das bestätigt auch Dr. Annette Rehfeld-Staudt, Leiterin des Referats Politische Bildung online, wie folgt: „Wir wollen Filterblasen aufbrechen und die Nutzer einladen, neue Sichtweisen zum Thema kennen zu lernen und sich mit ihnen sachlich auseinander zu setzen.“

Wer dazu bereit ist, kann anhand dieser Plattform in einen Austausch mit seinen Mitmenschen treten und die eigenen Sichtweisen äußern, in Frage stellen und in Folge dessen auch ergänzen. Die Beiträge werden von der SLpB moderiert und zudem wird im Anschluss jeder Dialog ausgewertet. Somit wird den Nutzern ein Feedback zu deren Äußerungen gegeben.

Von MH

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