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Sachsens Firmen sollen Wissen und Geld in Schwellenländern investieren

Sachsens Firmen sollen Wissen und Geld in Schwellenländern investieren

Sachsens Mittelständler sollen mit ihrem Fachwissen und ihrem Geld helfen, den Aufschwung in Schwellen- und Entwicklungsländern anzuschieben. Das ist Ziel der "Roadshow" durch deutsche Kammerbezirke, mit der der zuständige Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel (FDP), gerade durchs Land tourt.

Unter dem Motto "wirtschaft.entwickelt.global" stellt die Veranstaltung kleinen und mittleren Firmen die ganze Bandbreite von Förderprogrammen und Netzwerken vor, die aus Niebels 80-Millionen-Topf gespeist werden. Gut 120 Firmen haben sich gestern in Dresden darüber informiert, wo sich für sie lukrative und sinnvolle Projekte im Ausland ergeben könnten.

Beispiele für so eine Zusammenarbeit sind Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) zufolge die Ipro Dresden und die Partec Görlitz. Die Dresdner kämpfen mit neuartigen Pflanzmethoden in Marokko gegen den Vormarsch der Wüste an. Dabei sollen spezielle Pilze die Pflanzen dort widerstandsfähiger machen. Die Görlitzer liefern Messtechnik nach Afrika für schnelle medizinische Diagnosen vor Ort

Für die wirtschaftliche Zusammenarbeit hob Niebel besonders das Programm "develoPPP.de" hervor. Mit dem wurden bis heute rund 1400 Entwicklungspartnerschaften gefördert. Allein Sachsen seien es 52 gewesen, wovon 15 "noch am Laufen sind", so der Minister. Deren gesamtes Investitionsvolumen liege bei 21 Millionen Euro, von denen lediglich 7,7 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln stammten. Zum Vergleich: In Bayern waren es bislang 144 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 64 Millionen Euro.

Niebel zufolge fließt von jedem über die Programme eingesetzten Euro heute durch Exporte 1,80 Euro zurück. "Natürlich eröffnen wir uns Märkte", kommentierte das der Minister. "Aber zugleich stabilisieren wir auch Regionen. Man muss die verschiedenen Interessen in Deckung bringen", umschrieb er die Probleme bei den Engagements deutscher Firmen in Entwicklungsländern.

Barbara Stock

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.05.2012

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