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Lokales Sachsens Firmen besorgt über wachsende Arbeitskosten - Aktuelle IHK-Konjunkturumfrage belegt aber gute Geschäfte
Dresden Lokales Sachsens Firmen besorgt über wachsende Arbeitskosten - Aktuelle IHK-Konjunkturumfrage belegt aber gute Geschäfte
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23:40 09.09.2015
Den Unternehmen in Sachsen geht es gut. Nur die Zukunft macht Sorge. (Symbolbild) Quelle: dpa

In Zahlen sieht das so aus: Die Hälfte aller 1818 befragten Firmen mit rund 97.000 Beschäftigten bewertet ihre Geschäftslage als gut; vor einem Jahr waren das noch 48 Prozent. Dagegen dümpelt der Optimismus für die nächsten Monate bei mageren 18 Prozent herum, 17 Prozent der Betriebe rechnen sogar mit schlechteren Geschäften.

Franz Voigt, Präsident der IHK Chemnitz, begründete die Diskrepanz gestern mit der starken Verunsicherung, die Unternehmer mit Blick auf die Weltlage, aber vor allem auf die Entwicklung der Lohn- und Personalkosten verspüren. Lassen sich die Folgen von Mindestlohn, Rente mit 63 und immer neuen bürokratischen Hürden kompensieren? Hält der Euro, was der Konsum derzeit verspricht? Lassen Krisen Märkte wegbrechen?  Im so genannten Risiko-Radar hieven 52 Prozent der befragten Unternehmen die Arbeitskosten auf Platz eins der Gefahren für bommende Geschäfte, gefolgt von der Sorge um die Inlandsnachfrage und von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dass die Energiepreise mit 27 Prozent nur noch auf Rang fünf landen, darin sieht Voigt eine Gefahr. Zwar sei es schön, dass Strom, Gas und Kraftstoffe gerade wenig kosten, aber das werde nicht so bleiben. Er appelliert deshalb, nicht nachzulassen im Bemühen um innovative Sparlösungen.

Trotz aller berechtigten Ängste: Mit Sachsens Wirtschaft geht es aufwärts, melden zum Beispiel 54 Prozent der Dienstleistungsfirmen steigende Umsätze (Vorjahr: 46 Prozent) – ein neuer Spitzenwert. Auch 27 Prozent der Einzelhändler (saldiert) sehen wieder Land, und selbst die Industrie des Freistaats kann sich um drei auf 39 Prozentpunkte steigern. Das etwas trübere Stimmungsbild am Bau (44 Punkte nach 51 im Vorjahr) resultiert Voigt zufolge vor allem daraus, dass 2014 zwar zwölf Monate lang ideales Bauwetter war, die Aufträge dafür jedoch fehlten. Im vierten Quartal 2014, so Voigt, hatte es kaum noch Ausschreibungen der öffentlichen Hand gegeben.

Trotz der Ukraine-Krise hat der Freistaat 2014 bei den Exporten zugelegt – vor allem dank der Nachfrage aus China (plus 31 Prozent) und aus den USA (+17 Prozent), die mit 5,8 Milliarden bzw. 3,1 Milliarden Euro die weitaus größten Handelspartner sind. Da der Warentransfer nach Russland die Milliarde nur knapp übersteigt, fallen die 14 Prozent minus insgesamt kaum ins Gewicht, erklärte IHK-Präsident Voigt.

Barbara Stock

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