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Lokales Sachsen investiert mehr als eine Milliarde Euro in Hochwasserschutz
Dresden Lokales Sachsen investiert mehr als eine Milliarde Euro in Hochwasserschutz
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18:10 09.09.2015
Quelle: Dominik Brüggemann

Es besteht aus 47 Hochwasserkonzepten und rund 1600 Einzelmaßnahmen für die verschiedenen Flussgebiete in Sachsen. Seither ließ das Land mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr in die Beseitigung der Schäden und in die Vorsorge fließen. Zehn Jahre nach der Jahrhundertflut hatte Sachsen allein für Hochwasserschutz etwa 530 Millionen Euro ausgegeben, bis 2020 soll die Summe von einer Milliarde Euro erreicht sein.

Allerdings verzögern sich manche Schutzbauten auch, weil viele Anwohner keine Mauer vor dem Haus haben wollen. Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren Klagen gegen Bauvorhaben eingereicht, Bürgerinitiativen machten gegen den aus ihrer Sicht überdimensionierten Hochwasserschutz mobil. Nach Angaben des Umweltministeriums hätte man im Fall von Grimma schon im Jahr 2006 mit einer Schutzanlage für die Altstadt beginnen können. Doch die Bürgerschaft habe die vorgesehen Mauer-Variante abgelehnt - anders als in Eilenburg, wo das Projekt geräuschlos über die Bühne ging.

Deshalb ist momentan nur ein Teil Grimmas geschützt. Auch im Dresdner Stadtteil Laubegast wehren sich Einwohner gehen eine Schutzmauer, die den Blick auf die Elbe und die Elbhänge am anderen Flussufer verbauen würde. Im August 2002 war das Viertel von der Elbe und einem Flussarm komplett umschlossen. Laubegast wurde zur Insel, seither wird jedes Jahr mit einem Inselfest an das damalige Geschehen erinnert. Nach den aktuellen Prognosen wird Laubegast beim jetzigen Hochwasser komplett von den Fluten eingeschlossen sein.

dpa

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