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Lokales Sachsen beantragt Verbreiterung der A4 bei Dresden
Dresden Lokales Sachsen beantragt Verbreiterung der A4 bei Dresden
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17:45 25.09.2018
Die Autobahn 4 in Dresden hat sich in letzter Zeit mehr und mehr zu einer Staufall entwickelt. Quelle: Roland Halkasch
Dresden

Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) hat die Verbreiterung der Autobahn 4 in und um Dresden beim Bund beauftragt. Diesen Schritt hatte er im Mai nach langen Diskussionen über den stark belasteten Autobahnabschnitt zwischen dem Dreieck Nossen und der Abfahrt Pulsnitz angekündigt. Demnach soll die A4 zwischen Nossen und dem Dreieck Dresden-West für rund 344 Millionen Euro sowie zwischen den Dreiecken Dresden-West und Dresden-Nord für rund 487 Millionen Euro von sechs auf acht Fahrstreifen verbreitert werden. Es schließt sich ein Abschnitt bis zur Abfahrt Pulsnitz an, in dem die Autobahn für rund 145 Millionen Euro sechsstreifig werden soll. „Uns muss es gelingen, den Bund als Eigentümer der Autobahnen davon zu überzeugen, dass diese Maßnahmen in die Verkehrsinfrastruktur dringend notwendig und gerechtfertigt sind“, betonte Dulig.

Das hat der Freistaat bereits 2014 einmal versucht – ohne Erfolg. Das Vorhaben achtstreifiger Ausbau der A4 zwischen den Autobahndreiecken Nossen und Dresden-Nord wurde mit „Kein Bedarf“ abgestempelt und nicht in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen, weil die Kosten-Nutzen-Rechnung keine Vorteile ergab. Eine nachträgliche Aufnahme in den Ausbauplan sei jedoch möglich, heißt es aus dem Verkehrsministerium. Sie ist Voraussetzung dafür, dass die Planungen am Ausbau beginnen können.

Dafür hat man im sächsischen Verkehrsministerium ein dickes Paket mit Unterlagen geschnürt, das die eigene Argumentation stützen soll. Demnach hat der Verkehr auf der Autobahn 4 in und um Dresden in den letzten Jahren stark zugenommen. In Spitzenstunden stoße man an die Kapazitätsgrenze, heißt es. In Spitzenzeiten liege das Aufkommen im Dresdner Norden bei rund 135 000 Fahrzeugen am Tag. Am Autobahndreieck Dresden-Nord werden im Schnitt 67 000 Fahrzeuge am Tag, weiter östlich bei Pulsnitz 57 000 Fahrzeuge täglich gezählt. Spitzenwerte liegen jedoch zwischen 85 000 und 65 000 Fahrzeugen am Tag. Alles Werte, die über dem Durchschnitt für sächsischen Autobahnen in Höhe von 50 000 Autos am Tag liegen.

Sollte der Bund den Ausbauplänen zustimmen, käme der Ausbau nur „mittel- bis langfristig“. Soll heißen: Weil nicht nur die Fahrbahnen verbreitert, sondern auch Brücken über Straßen und Flüsse in dem Abschnitt neu oder umgebaut sowie alle Auf- und Abfahrten neu verlegt werden müssen, hat der millionenschwere Ausbau einen jahrelangen Vorlauf. Kurzfristige Abhilfe erhofft man sich deshalb im Verkehrsministerium allenfalls von einer Stärkung des Schwerlastanteils auf der Schiene. So soll die Inbetriebnahme der Niederschlesischen Eisenbahnmagistrale ab Anfang Dezember die A4 vom Schwerlastverkehr entlasten.

Noch mehr erhofft man sich im Ministerium von einem Wiederaufleben der Rollenden Landstraße, wie sie vor Fertigstellung der A17 üblich war. Gespräche dazu haben bereits mit polnischen und tschechischen Vertretern stattgefunden, heißt es. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Deutschen Bahn und von Speditionsunternehmen wurde zudem ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe ist es, Bedingungen für ein Wiederaufleben der Rollenden Landstraße auszuloten. Damit sind etwa die Streckengestaltung, die Ausstattung von Verladestationen und die Beschaffenheit von Güterwagen gemeint.

Von Uwe Hofmann

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