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Lokales SPD will Gymnasium in Dresden-Gorbitz
Dresden Lokales SPD will Gymnasium in Dresden-Gorbitz
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09:38 16.12.2016
Schulleiter Lars Kluger (l.) überreichte Schulbürgermeister Peter Lames die Einwendung gegen den Schulnetzplan.  Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Auszubildende, Eltern und Lehrer des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft „Franz Ludwig Gehe“ haben am Donnerstag vor der Stadtratssitzung gegen einen Umzug von Gorbitz nach Prohlis protestiert. Schulleiter Lars Kluger überreichte Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) die Einwendung des Berufsschulzentrums gegen den Entwurf des Schulnetzplanes, der den Umzug der „Wirtschaftsschule“ vom Leutewitzer Ring an die Boxberger Straße vorsieht.

Ihm sei von Politik und Verwaltung versprochen worden, dass seine Einrichtung in Gorbitz endgültig ihre Heimat findet, erklärte Kluger. Die Einwendung sei von 642 Personen unterzeichnet worden, darunter Mitarbeiter von Ausbildungsbetrieben wie Karstadt, dm Drogeriemarkt, Peek & Cloppenburg, Poco Domäne, Deichmann oder Bauen + Leben Baufachhandel.

Gegenwärtig teilen sich das Berufsschulzentrum und das Gymnasium Süd-West den Schulstandort am Leutewitzer Ring. Dieses Gymnasium soll aber in die Bernhardstraße nach Plauen umziehen, wenn das dortige Schulgebäude bis zum Schuljahresbeginn 2018/2019 fertig saniert ist. Die Dresdner SPD macht sich deshalb für die dauerhafte Errichtung eines Gymnasiums in Gorbitz stark. „Hier leben über 20 000 Menschen. Das ist die Bevölkerung einer sächsischen Kleinstadt, Tendenz steigend. Da gehört ein Gymnasium unbedingt wieder hin“, erklärte der Cottaer Ortsbeirat Henrik Ahlers. Das sieht Jessika Markert, Vorsitzende der SPD im Dresdner Westen, ähnlich: „Der Standort am Leutewitzer Ring hat mit der Vorgründung des Gymnasiums Süd-West bewiesen, dass ein Gymnasium hier notwendig, wichtig und nachgefragt ist.“

Prominente Unterstützung erhalten die Sozialdemokraten von ihrer Wissenschafts- und Kunstministerin Eva-Maria Stange, die in einem Gymnasium Gorbitz nicht nur eine Entlastung für das dringend sanierungsbedürftige Gymnasium Cotta sieht, sondern auch eine wichtige soziale Infrastrukturmaßnahme für den Dresdner Westen. Für Dana Frohwieser, bildungspolitische Sprecherin der SPD im Stadtrat, sprechen vor allem soziale Gründe für die dauerhafte Errichtung von Gymnasien in benachteiligten Stadtteilen wie Gorbitz. „Die Kinder dieser Stadtteile brauchen unsere ganz besondere Unterstützung.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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