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Lokales SPD und Grüne machen sich in Dresden stark für den Parkschein per Handy
Dresden Lokales SPD und Grüne machen sich in Dresden stark für den Parkschein per Handy
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12:00 16.08.2017
Hendrik Stalmann-Fischer, Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion   Quelle: Pr
Dresden

Gute Nachricht für alle Parkplatzsucher in Dresden: Geht es nach der SPD-Fraktion und den Grünen ist für Parktickets bald kein Bargeld mehr nötig. Kostenlos ist das Parken deswegen trotzdem nicht.

Bereits im April hatte die SPD-Fraktion gemeinsam mit den Grünen einen Antrag gestellt, der das „Handyparken“ in Dresden auf den Weg bringen soll. Wie in anderen deutschen Großstädten können die Parkgebühren dann im ganzen Stadtgebiet bargeldlos über APP oder per SMS bezahlte werden. Am Donnerstag befasst sich der Stadtrat damit.

„Das Handyparken ist ein weiterer Bestandteil in der Digitalisierung des Verkehrs in Dresden. Künftig können die Nutzerinnen und Nutzer einfach per Handyklick bezahlen und müssen nicht mehr lästig nach Kleingeld suchen und einen Parkschein ziehen“, erklärt Hendrik Stalmann-Fischer, Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion „Es wird aber niemand gezwungen auf das neue System umzusteigen. Es können auch weiterhin Tickets am Parkautomaten gezogen werden.“

Anfang August hatte auch der Bauausschuss die Einführung des Systems beschlossen. In den Ausschüssen wurde dem Antrag laut Stalmann-Fischer immer einstimmig zugestimmt, weswegen er im Moment davon ausgeht, dass auch der Stadtrat den Antrag zum Handyparken nicht ablehnen wird.

Doch wie funktioniert das Handyparken? Zunächst müssten sich die PKW-Fahrer, wenn sie ihr Ticket nicht über SMS buchen, im System einer speziell dafür entwickelten App registrieren und dort ihre Kundendaten hinterlegen. Über die APP oder per SMS kann man dann das Parkticket buchen. Die Kosten werden entweder über die hinterlassenen Kontodaten in der App oder per SMS über die eigene Telefonrechnung abgerechnet. Das Kennzeichen des PKW-Fahrers wird dann in einer Datenbank mit den Informationen zur Parkdauer hinterlegt. Das Ordnungsamt würde bei einer Kontrolle die Kennzeichen abfotografieren und die gespeicherten Daten prüfen.

Einziger Nachteil für die PKW-Fahrer: Der Ticketpreis für das Parken mit Smartphone wird ein paar Cent teurer sein. „Pro Vorgang müssen die Nutzer für ein Handyticket fünf bis zehn Cent mehr bezahlen. Durch diesen Betrag refinanziert sich der Softwareanbieter. Die Stadt erhält dadurch aber auch weiterhin die vollen Einnahmen aus den Parkgebühren und muss keine Lizenzgebühren an das Unternehmen zahlen“, erklärt Stalmann-Fischer gegenüber den DNN. Auch auf die Einhaltung des Datenschutzes werde laut dem verkehrspolitischen Sprecher bei der Einrichtung des „Handytickets“ großen Wert gelegt. Über die Kosten für die anzuschaffende Technik, wie Lesegeräte und Hinweisschilder konnte die Stadt bis jetzt noch keine Angaben machen. Auch der Zusatzaufwand durch das Scannen und abgleichen der Nummernschilder sei noch nicht bezifferbar.

Die Einführung der neuen bargeldlosen Ticketbezahlung würde laut Stalmann-Fischer nur wenige Wochen dauern, da es das System schon in vielen anderen deutschen Städten gibt. Das wesentliche Hindernis sieht der Verkehrspolitische Sprecher im Moment jedoch noch in der Abstimmung der Stadtverwaltung mit dem Softwareanbieter: „Sollte dem Antrag zugestimmt werden, müsste sich die Stadtverwaltung zusammen mit den deutschlandweit vier Softwareanbietern an einen Verhandlungstisch setzen. Einen gemeinsamen Termin zu finden, wird dabei eine der schwierigsten Aufgaben sein“, ist er sich sicher.

Von Maraike Mirau

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