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Lokales SPD: DaZ-Klassen in Dresden gleichmäßig verteilen
Dresden Lokales SPD: DaZ-Klassen in Dresden gleichmäßig verteilen
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10:59 28.09.2018
Laut Schulverwaltung wird die Neueinrichtung von DaZ-Klassen auf Grundlage der Entwicklung der Schülerzuweisungen und der Kapazitäten an den Schulen bedarfsgerecht umgesetzt. Quelle: dpa/Peter Endig
Dresden

69 kommunale Grundschulen gibt es in Dresden. Sogenannte DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) gibt es aber nach einer Übersicht der Schulverwaltung nur an 18 Grundschulen. 652 Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, werden in diesen Klassen unterrichtet. Besonders hoch ist den Angaben zufolge die Konzentration an der Grundschule „Johanna“ in Johannstadt mit 70 Kindern. Hohe Anteile haben auch die 122. Grundschule „Am Palitzschof“ mit 66 Kindern, die 135. Grundschule in Gorbitz mit 67 Kindern oder die 117. Grundschule „Ludwig Reichenbach“ in Plauen mit 59 Kindern.

Laut Schulverwaltung wird die Neueinrichtung von DaZ-Klassen auf Grundlage der Entwicklung der Schülerzuweisungen und der Kapazitäten an den Schulen bedarfsgerecht umgesetzt. Es gebe keine verlässlichen Daten zur langfristigen Entwicklung der Schülerzahlen mit DaZ-Bedarf. Das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) beobachte die Schülerzahlen, es würden regelmäßig Beratungen mit dem Schulverwaltungsamt stattfinden, um zeitnah auf den Bedarf reagieren zu können. So sei zum Schuljahresbeginn eine neue DaZ-Klasse an der 39. Grundschule in Plauen eingerichtet worden.

Schuld ist die Wohnsituation

„In Plauen gibt es sieben Grundschulen. Dass mit der 39. Grundschule jetzt drei davon DaZ-Schüler unterrichten, ist zu begrüßen“, erklärt Dana Frohwieser, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. Das reiche aber längst nicht, um die politische Forderung der Sozialdemokraten zu erfüllen: „Wir wollen eine gleichmäßige Verteilung der DaZ-Klassen über das gesamte Stadtgebiet. Da gibt es in einigen Stadtbezirken weiße Flecken.“

Die Konzentration der DaZ-Klassen beruhe auf einem Integrationskonzept des Freistaats, das längst überholt sei. Die SPD erwarte von Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU), dass er klare Signale an den Freistaat sende. „Wir wollen in Dresden diese Konzentration aufheben“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende.

Die Schulverwaltung weist darauf hin, dass die Anmeldung von Schülern, die nicht ausschließlich Deutsch als Herkunftssprache sprechen, entweder durch die Sorgeberechtigten an der Schule oder durch Zuweisungen des LaSuB erfolge. Wegen der Wohnsituation zugewanderter Familien sei es an verschiedenen Schulstandorten zu einem signifikanten Anstieg des Anteils dieser Schüler an der Gesamtschülerzahl gekommen.

Im Grundschulbereich, so die Schulverwaltung, seien für einzelne Kinder bereits begründete Ausnahmeentscheidungen von der Schulbezirksregelung getroffen worden, um einen weiteren Anstieg des Anteils von Kindern mit Migrationshintergrund an bestimmten Schulen zu vermeiden. Dazu stimme sich die Stadt regelmäßig mit dem LaSuB ab.

An 18 kommunalen Oberschulen werden 414 DaZ-Schüler unterrichtet, die höchste Zahl liegt hier bei 46 in der 82. Oberschule „Am Flughafen“ in Klotzsche. Hinzu kommen Vorbereitungsklassen an neun Berufsschulen, in denen 95 Schüler mit Migrationshintergrund unterrichtet werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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