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SPD-Bildungsexpertin sieht keine Möglichkeit für Gymnasium Prohlis

Standort Boxberger Straße SPD-Bildungsexpertin sieht keine Möglichkeit für Gymnasium Prohlis

Die Aussichten für die Gründung eines allgemeinbildenden Gymnasiums in Prohlis sind alles andere als günstig. „Das muss man sich auch einmal eingestehen“, erklärte jetzt Dana Frohwieser, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion. Die Ursachen sieht sie im Handeln der CDU-Fraktion bis 2014 und im Unwillen der Bildungsagentur.

Die Aussichten für die Gründung eines allgemeinbildenden Gymnasiums in Prohlis sind alles andere als günstig.

Quelle: DNN

Dresden. Die Aussichten für die Gründung eines allgemeinbildenden Gymnasiums in Prohlis sind alles andere als günstig. „Das muss man sich auch einmal eingestehen“, erklärte jetzt Dana Frohwieser, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion. Die Ursachen dafür, dass mehrere – teilweise einstimmig getroffene – Stadtratsbeschlüsse für das Gymnasium Prohlis nicht umgesetzt werden können, sieht Frohwieser im Handeln der CDU-Fraktion bis 2014 und im Unwillen der Sächsischen Bildungsagentur.

„Die CDU hätte es in der Hand gehabt, ein Gymnasium Prohlis zu etablieren, als sie die Mehrheit im Stadtrat hatte und den Bildungsbürgermeister stellte“, so die SPD-Bildungspolitikerin. Die Bildungsagentur wiederum habe weder einen Schulleiter noch ein Lehrerkollegium präsentiert, als das Gymnasium noch im Schulkomplex an der Boxberger Straße gegründet werden sollte. „Wie will ich da Eltern dazu bringen, ihr Kind an dieser Schule anzumelden?“, fragt Frohwieser.

Für die SPD sei der Schulstandort in der Boxberger Straße eine Herzensangelegenheit, bekannte Frohwieser. Den Vorschlag von Bildungsbürgermeister Peter Lames (SPD), ein Berufsschulzentrum und ein Berufliches Gymnasium in Prohlis zu etablieren, hält sie für eine überlegenswerte Idee.

Dass dieser Vorschlag für das Berufsschulzentrum „Friedrich Ludwig Gehe“, das in Gorbitz untergebracht ist und nach Prohlis umziehen könnte, eine „Zumutung“ ist, sei unbestritten. Sie könne die Argumente von Schulleiter Lars Kluger gegen einen Umzug nach Prohlis (DNN berichteten) nachvollziehen. „Zumutungen sind aber in Dresden leider kein Alleinstellungsmerkmal für eine Schule. Jede Sanierung ist eine Zumutung“, so die SPD-Bildungsexpertin.

Sie halte das von Lames angekündigte Vorgehen für richtig, den Entwurf des Schulnetzplanes zur breiten öffentlichen Diskussion zu stellen und die Einwände nach Möglichkeit zu berücksichtigen, bevor er in den Gremien des Stadtrates diskutiert wird. „Es gibt unter Rot-Grün-Rot einen neuen Politikstil. Es ist nicht länger so, dass die Stadtverwaltung Vorlagen erarbeitet und der Stadtrat diese beschließt, ohne dass die Bürgerinnen und Bürger mitsprechen können.“

Der Standort Boxberger Straße müsse als weiterführende Einrichtung, die einen Hochschulzugang eröffne, reaktiviert werden. „Darüber herrscht fraktionsübergreifend politische Einigkeit“, erklärte Frohwieser. Gleichzeitig sei es erklärtes Ziel von Rot-Grün-Rot, in Gorbitz ein Gymnasium zu erhalten, wenn das Gymnasium Südwest von seinem gegenwärtigen Standort am Leutewitzer Ring in seine neuen Gebäude in der Südvorstadt umgezogen ist. „Alle Seiten sollten bereit sein, zunächst offen Kompromisse zu prüfen und zu diskutieren“, appellierte Frohwieser. Gegenwärtig werde auch geprüft, ob der Standort der Staatsoperette Dresden in Leuben für ein allgemeinbildendes Gymnasium geeignet ist. „Sollte das so sein, wäre das auch nicht allzu weit von Prohlis entfernt“, findet sie.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Dresden, Boxberger Straße 1 51.00703 13.80388
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