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Lokales S-Bahn-Haltepunkt am Dresdner Bischofsplatz eröffnet
Dresden Lokales S-Bahn-Haltepunkt am Dresdner Bischofsplatz eröffnet
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19:40 18.03.2016
Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) weihten die Verantwortlichen von Bahn und Nahverkehr die neue Haltestelle ein. Quelle: Fotos (2): Sebastian Burkhardt
Dresden

Die neue S-Bahn Haltestelle am Bischofsplatz ist endlich fertig. Doch unumstritten ist die Millionenschwere Station nicht. Kritiker bemängeln, dass sie durch die Nähe zum Bahnhof Neustadt unnötig sei. Bei den Verantwortlichen bei Bahn und Co. sorgt das aber nur für Kopfschütteln. „Wir rechnen mittelfristig mit rund 2.900 Fahrgästen, die hier an Werktagen ein- oder aussteigen“, sagte Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO.

Deshalb gab es Gestern für Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) keinen Grund, sich die gute Laune nehmen zu lassen. „Das ist ein schöner Tag für den VVO. Durch diesen neuen Haltepunkt eröffnen sich sowohl für Dresdner als auch für Besucher der Stadt neue Möglichkeiten, in die Neustadt zu gelangen. Auch für die 13000 Anwohner des Hechtviertels ist das eine tolle Sache“, so der OB. In Betrieb geht die Haltestelle ab Sonntag 14 Uhr. Dann schließt die Bahn den teuren S-Bahn-Ausbau zwischen Pirna, Dresden und Meißen ab. Für das Projekt wurden immerhin stolze 350 Millionen Euro in die Hand genommen, 67 davon steuerte das Land Sachsen bei. Der neueste S-Bahn-Abschnitt zwischen den Haltepunkten Meißen-Altstadt und Friedrichstadt steht im Budget mit etwa 140 Millionen Euro zu Buche.

Am Wochenende wird der neue S-Bahn-Haltepunkt „Dresden Bischofsplatz“ eröffnet. Bereits am Freitag nahmen Politiker und Bahn-Offizielle die neue Station in Augenschein

„Wir hoffen, dass die neue Haltestelle ähnlich gut angenommen wird, wie die in Meißen und Friedrichstadt“, so DB-Bahnhofsmanager Heiko Klaffenbach. Zudem soll der Ausbau der Strecke auch für verbesserte Bedingungen beim Fernverkehr sorgen. „Durch den vierspurigen Ausbau können Hochgeschwindigkeitszüge in Zukunft problemlos neben dem langsameren Nahverkehr verkehren“, erklärte Bernd Sablotny vom Sächsischen Wirtschaftsministerium. Bis zur offiziellen Inbetriebnahme am Sonntag wird es für Bahnkunden aber noch einmal eng, da für die nötigen Umstellungen an der Infrastruktur viele Gleise in und um Dresden komplett gesperrt werden müssen. (Alle Änderungen finden Sie unter http://bauarbeiten.bahn.de/sachsen).

Zusätzlich scheint es in der Landeshauptstadt mittlerweile ein ernstzunehmendes Geländer-Problem zu geben. Nachdem es bereits auf der Albertbrücke und im Rathaus zu einem unrühmlichen Zweitgeländer kommt, scheint sich auch an der neuen S-Bahn-Station ein Schildbürgerstreich anzubahnen. Die von der Bahn installierte Brüstung erweist sich nämlich als zu niedrig und fordert nun auch hier ein Zweitgeländer. Im Moment ist das Problem durch ein Provisorium aus Holz gelöst. Dieses soll aber erst verschwinden, wenn ein neues, zweites Geländer montiert wird.

Unterdessen haben die Dresdner Verkehrsbetriebe noch nicht die Hoffnung aufgegeben, doch eine zeitgemäße Verknüpfung zwischen S-Bahn-Station und Straßenbahnhaltestelle hinzubekommen. Nachdem die neue Eisenbahnbrücke mit ihren seitlichen Stützen fertig war, konnte jeder sehen: Beim aktuellen Fahrbahnzuschnitt ist darunter kein Platz für eine Straßenbahnhaltestelle. Anders als etwa am Bahnhof Mitte müssen die Nahverkehrskunden mit einem Fußweg im Freien vorlieb nehmen, auch bei Regen. Ob es nun eine neue Haltestelle geben wird, ist noch offen.

Von Sebastian Burkhardt & Christoph Springer

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