Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Russlands Präsident Putin besucht seinen Chef aus Dresdner KGB-Zeiten
Dresden Lokales Russlands Präsident Putin besucht seinen Chef aus Dresdner KGB-Zeiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:46 12.03.2018
Wladimir Putin und Lasar Matwejew beim 90. Geburtstag des ehemaligen KGB-Offiziers.   Quelle: dpa
Anzeige
Moskau

Kurz vor den Feiern zum Tag des Sieges gegen Nazi-Deutschland am Dienstag hat der russische Präsident Wladimir Putin seinen Ex-Vorgesetzten aus der Zeit als KGB-Spion in Dresden getroffen. Der Kreml veröffentlichte am Montag Fotos von Putins Besuch bei dem 90-jährigen Lasar Matwejew, der in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre Vertreter des sowjetischen Geheimdienstes KGB in der sächsischen Landeshauptstadt war. Putin als junger Offizier der Auslandsspionage war dort sein Untergebener.

Begleitet wurde Putin beim Geburtstagsbesuch von seinen damaligen Kollegen Sergej Tschemessow und Nikolai Tokarjew. Sie leiten heute die Staatsfirmen Rostech und Transneft. Putin schenkte seinem ehemaligen Chef Matwejew eine Uhr und eine Ausgabe der Zeitung „Prawda“ von dessen Geburtstag 1927.

Der heutige russische Präsident war als KGB-Agent zwischen 1985 und 1990 in Dresden stationiert und erlebte dort den Zusammenbruch der DDR hautnah mit. Putins zweite Tochter Katja ist in Dresden geboren, die Familie wohnte in einer Zweiraumwohnung in der Radeberger Straße in der Dresdner Neustadt.

Die Ohnmacht im zusammenbrechenden Sozialismus, mit der Putin Ende 1989 in Dresden konfrontiert war, soll auch seinen anschließenden Weg nachhaltig beeinflusst haben. Am 5. Dezember 1989 – Wochen, nachdem die friedliche Revolution bereits in Leipzig und Berlin in vollem Gange war – wurden auch in Dresden die Bürgerrechtler immer aufmüpfiger. Demonstranten zogen von der Stasi-Zentrale zur KGB-Residentur und drohten mit Erstürmung des Gebäudes. Putin wartete auf Anordnung aus Moskau, bekam aber keine. Anschließend trat er vor die Menge und drohte den Demonstranten mit Waffengewalt. Mit Erfolg, die Residentur wurde nicht gestürmt.

Von LVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Striesen-Center zwischen Kipsdorfer und Glashütter Straße, das nach dem Auszug von Aldi, Sportfrenzel, Schlecker und Konsum jahrelang halb leer stand, füllt sich nun wieder. Mit dem „East Fitness Club“ zieht demnächst ein Sportstudio ein. Auf der anderen Seite zur Glashütter Straße hin hatte sich bereits eine Montessouri-Berufsschule vergrößert.

09.05.2017

Zu Beginn des Jahres hatte die Stadt ehemalige Wahlhelfer zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Adelheid Neupert, Dr. Tenshi Christian Hara , Romy Helbig und Marcel Schneider konnten sich schließlich durchsetzen und sind künftig als Botschafter der Wahlhelferkampagne aktiv.

09.05.2017
Lokales „Mahnmal für die Verwundung der Stadt“ - Gedenktafel an Splittereiche im Großen Garten Dresden enthüllt

„Die Zeit mag alle Wunden heilen, aber sie ist eine miserable Kosmetikerin.“ Diese Worte von Mark Twain zieren seit Montag eine Tafel vor der so genannten Splittereiche im Großen Garten nahe des Mosaikbrunnens. Die Splittereiche ist ein Zeitzeuge der Dresdner Stadtgeschichte.

26.02.2018
Anzeige