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Lokales Russische Touristen lieben Dresden – Hochpreisige Waren und Kultur locken Shopping-Touristen
Dresden Lokales Russische Touristen lieben Dresden – Hochpreisige Waren und Kultur locken Shopping-Touristen
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20:33 09.09.2015
Quelle: dpa
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„Die russischen Gäste sind eine der größten Touristengruppen, die uns die meisten Umsätze bringen“, erklärt Dietmar Schelzig, Leiter des Duty-Free-Shops am Dresdner Flughafen. Besonders gefragt seien dort kostspielige Mitbringsel wie Parfüm, Pralinen und teure Alkoholika. „Die Russen legen Wert auf hochpreisige Waren und geben gern viel Geld aus“, sagt Schelzig. „Sie kommen mit einem festen Budget, das sie in Dresden ausgeben möchten.“

Besonders in der Weihnachtszeit steigen die Umsätze des Shop-Leiters. In diesen Tagen strömen Tausende russische Gäste in die Landeshauptstadt. Und während die letzten Duty-Free-Produkte sorgfältig für den Ansturm im Shop drapiert werden, steigt Marina Chestervina aus dem Flieger von Aeroflot. Ihre ungarischen Freunde warten bereits in der Ankunftshalle.Marina Chestervina schwingt ihre Tasche, presst ihre roten Lippen aufeinander und schaut erwartungsfroh in die Runde. Die Freunde strecken ihr eine weiße Rose entgegen. Marina strahlt.

„I like very much Dresden“, sagt sie. Die Stadt sei wunderschön, interessant und voller Kultur. Außerdem könne man fabelhaft shoppen. Sie gehört zu der Vielzahl von Touristen, welche die russischen Vorweihnachtstage in Elbflorenz verbringen. Weihnachten wird in Russland am 7. Januar gefeiert. Weil für die Russisch-Orthodoxe Kirche noch immer der Julianische Kalender gilt, werden in Russland die christlichen Festtage zwei Wochen später gefeiert.

Nadine Strauß, Centermanagerin der Altmarktgalerie, kennt die Einkaufsfreude der Russen. Deswegen schickt sie von Samstag an bis zum 7. Januar Hostessen an den Flughafen, welche die Gäste empfangen. Dort verteilen sie kleine Geschenke und Info-Blätter über das Einkaufszentrum. „Bei unseren hochwertigen Anbietern sind zwischen 20 bis 40 Prozent der Tagesgäste Russen“, sagt Centermanagerin Strauß. „Sie sind sehr stark an echter Markenware interessiert, die in Russland um einiges teurer ist.“

Damit sich die Gäste willkommen fühlen, zieren Banner in russischer Sprache die Türen des Einkaufszentrums. Ein blauer Teppich liegt zum Empfang bereit, Muttersprachler an einer Kundeninformation geben Auskunft zur Altmarktgalerie und über die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Natürlich ist auch Väterchen Frost und seine Enkelin Snegurotschka mit von der Partie. Insgesamt acht Mitarbeiter empfangen in der Altmarktgalerie die russischen Gäste rund um die Uhr.

Eingestellt auf die russischen Gäste hat sich auch die Gläserne Manufaktur. Sie bietet bis zum 30. Dezember täglich, 14.30 Uhr Besucherführungen in russischer Sprache an. Ebenso die Semperoper Dresden. Allerdings ist laut der Dresden Marketing Gesellschaft (DMG) hier eine Anmeldung empfehlenswert, da die Plätze für die russischen Führungen begrenzt sind. Selbst die Sparkasse hat ihre Automaten umgestellt. „Unsere Geldautomaten können nun auch russisch, tschechisch und polnisch“, erklärt Sprecher Andreas Rieger. Etwa 6000 Gäste werden in diesem Jahr erwartet – doppelt so viele Touristen wie im vergangenen Jahr.

Gernod Loose von der Agentur „Saxocon“: „Mit gezieltem Marketing versuchen wir Dresden als Tor zu Europa zu öffnen. Das gelingt uns sehr gut. Dresden gilt als Shopping-Paradies Ostdeutschlands.“

Mehr dazu lesen Sie auch in der gedruckten Ausgabe der DNN vom 27. Dezember und bei DNN-Exklusiv.

Katrin Tominski

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