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Russische Touristen kommen wieder nach Dresden

Tourismusbilanz Mai Russische Touristen kommen wieder nach Dresden

Weniger Gäste aus dem Inland, mehr Besucher aus dem Ausland – so lässt sich die Tourismusentwicklung im Mai zusammenfassen. Vor allem die Zahl der russischen Besucher in Dresden steigt – trotz Rubel-Krise, Sanktionen und Boykotten. Ganz vorne stehen mit 25.770 Übernachtungen aber die US-Amerikaner.

Touristen in Dresden

Quelle: DNN-Archiv

Dresden. Weniger Gäste aus dem Inland, mehr Besucher aus dem Ausland – so lässt sich die Tourismusentwicklung im Mai zusammenfassen. 155.398 deutsche Touristen kamen im Wonnemonat in die Landeshauptstadt, das sind 2,3 Prozent weniger als im Mai 2016. Die Zahl der ausländischen Besucher hat dagegen um 7,3 Prozent zugelegt, so dass unter dem Strich bei den Ankünften nur ein kleines Minus von 0,3 Prozent bleibt.

Da weniger deutsche Gäste auch weniger Übernachtungen heißt, fällt das Minus für die Beherbergungsbranche deutlich aus: 4,5 Prozent weniger Übernachtungen als im Mai 2016 wurden besucht. Ausländische Gäste buchten dabei 2,2 Prozent mehr Betten, aber die Zahl der Übernachtungen aus dem Inland sank um 6,2 Prozent.

Immerhin steht dank eines überragenden Monats April mit zweistelligen Zuwachsraten für die ersten fünf Monate des Jahres ein Plus von 4,5 Prozent bei den Ankünften und 1,9 Prozent bei den Übernachtungen unter dem Strich. 3,3 Prozent mehr Inlandstouristen und 9,9 Prozent mehr Gäste aus dem Ausland wurden in Dresden begrüßt, die einheimischen Gäste buchten 1,7 Prozent Übernachtungen mehr als im Vorjahreszeitraum, die ausländischen 2,8 Prozent.

Bei den Auslandsmärkten hält ein erfreulicher Trend an: Die Zahl der russischen Besucher steigt. Rubel-Krise, Sanktionen und Boykotte hatten Russland im vergangenen Jahr auf Rang neun der Auslandsmärkte sacken lassen. In diesem Jahr buchten russische Touristen bis Ende Mai 19 058 Übernachtungen, das sind sensationelle 51,4 Prozent mehr als im Vorjahr, Russland landete auf Rang vier. Ganz vorne stehen mit 25 770 Übernachtungen die US-Amerikaner (plus 1,1 Prozent), gefolgt von den Schweizern mit 23 876 Übernachtungen (minus 7,1 Prozent) und den Österreichern mit 21 557 Übernachtungen (minus 16,4 Prozent). Die größte Steigerung verbuchten Gäste aus Ungarn mit 67,7 Prozent (6786 Übernachtungen).

In Deutschland beträgt der Auslandsanteil bei Übernachtungen 18,4 Prozent, in Dresden sind es dagegen 19,5 Prozent. Damit zieht Dresden deutlich mehr Ausländer an als Leipzig, wo die Quote bei 14 Prozent liegt. In Sachsen beträgt sie lediglich 9,4 Prozent. Die elf Top-Städte in Deutschland haben bei den Übernachtungen in den ersten fünf Monaten alle zugelegt. Am deutlichsten fiel der Zuwachs mit 11,2 Prozent in Köln aus, die Domstadt hatte nach den Ereignissen in der Silversternacht 2015 allerdings im vergangenen Jahr massiv Gäste eingebüßt. Düsseldorf kann sich über ein Plus von 8,1 Prozent freuen, Stuttgart über 6,3 Prozent. Unter dem Wert von Dresden liegen München (1 Prozent), Berlin (1,3 Prozent), Nürnberg (1,5 Prozent) und Hannover (1,8 Prozent). Das Durchschnittswachstum lag bei 4,1 Prozent.

Die Gästezimmer waren von Januar bis Mai zu 56,8 Prozent ausgelastet, im Vorjahreszeitraum lag der Wert bei 55,5 Prozent. Der durchschnittliche Zimmerpreis stieg von 71,90 Euro auf 72,30 Euro, der Ertrag pro Zimmer von 39,90 Euro auf 41,10 Euro. Damit ist Dresden nach wie vor Schlusslicht in den Top 11. Selbst in Leipzig liegt der Ertrag mit 54,50 Euro höher, von Düsseldorf (90,20 Euro), Hamburg (89,30 Euro) oder Köln (88,90 Euro) ganz zu schweigen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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